Über viele Jahre umrahmten zwei riesige Blutbuchen den Eingangsbereich zum Friedhof in Ludwigshafen. Laut Baumkataster waren sie etwa 80 bis 100 Jahre alt. Damit sie nicht in die über den Friedhof verlaufenden Stromleitungen hineinwuchsen, wurden die Bäume immer wieder einseitig geschnitten. Dadurch entstand ein mit der Zeit ein Ungleichgewicht, die Blutbuchen neigten sich Richtung Straße und eine Verkehrsgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

Die beiden mächtigen Blutbuchen am Eingang des Friedhofs Ludwigshafen mussten gefällt werden. Sie wurden lange Zeit einseitig zurückgeschnitten, weil sie in die Stromleitungen wuchsen. Dadurch neigten sie sich immer mehr Richtung Straße. Die Verkehrsgefährdung war am Ende zu groß.
Die beiden mächtigen Blutbuchen am Eingang des Friedhofs Ludwigshafen mussten gefällt werden. Sie wurden lange Zeit einseitig zurückgeschnitten, weil sie in die Stromleitungen wuchsen. Dadurch neigten sie sich immer mehr Richtung Straße. Die Verkehrsgefährdung war am Ende zu groß. | Bild: Claudia Ladwig

Außerdem soll im Zuge der Friedhofsmauer-Sanierung auch das Rondell im Eingangsbereich saniert werden. Dort wären die Baumwurzeln massiv im Weg gewesen, beschreibt Rudolf Schlichenmaier vom Ortsbauamt Bodman-Ludwigshafen einen weiteren Grund, die Bäume zu fällen.

Detlef Koch, Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung, beginnt in der Krone, den Baum zu kürzen.
Detlef Koch, Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung, beginnt in der Krone, den Baum zu kürzen. | Bild: Claudia Ladwig

Baumpflegerin Bettina Schimmelpfennig und Baumpfleger Detlef Koch stiegen nun in die Baumkronen, um die beiden Bäume von oben nach unten zu fällen.

Von den zuvor so prächtig erscheinenden Blutbuchen bleiben am Ende des ersten Tages nur die Stämme stehen.
Von den zuvor so prächtig erscheinenden Blutbuchen bleiben am Ende des ersten Tages nur die Stämme stehen. | Bild: Claudia Ladwig
Auch der linke Baum ist von oben her fast ganz gekürzt. Unten sichert Felix Blessing die Baustelle. Er lässt die abgesägten Äste langsam am Seil nach unten gleiten.
Auch der linke Baum ist von oben her fast ganz gekürzt. Unten sichert Felix Blessing die Baustelle. Er lässt die abgesägten Äste langsam am Seil nach unten gleiten. | Bild: Claudia Ladwig
Rund 24 Stunden nach Beginn der Fällaktion ist der rechte Baum bereiits abgeholzt, beim linken steht nur noch der Stamm.
Rund 24 Stunden nach Beginn der Fällaktion ist der rechte Baum bereiits abgeholzt, beim linken steht nur noch der Stamm. | Bild: Claudia Ladwig
Baumpfleger Detlef Koch setzt die Motorsäge an, um den Nebenstamm weiter zu kürzen.
Baumpfleger Detlef Koch setzt die Motorsäge an, um den Nebenstamm weiter zu kürzen. | Bild: Claudia Ladwig
Baumpflegerin Bettina Schimmelpfennig ist auf den zweiten Baum gestiegent, um ihn von oben her zu kürzen. Bei ihrer Arbeit wendet sie die Seilklettrtechnik an. Dafür sollte man schwindelfrei sein. Die Arbeit sei auch kraftaufwändig, aber vor allem sei eine gute Technik gefragt, erklärt die Konstanzerin.
Baumpflegerin Bettina Schimmelpfennig ist auf den zweiten Baum gestiegent, um ihn von oben her zu kürzen. Bei ihrer Arbeit wendet sie die Seilklettrtechnik an. Dafür sollte man schwindelfrei sein. Die Arbeit sei auch kraftaufwändig, aber vor allem sei eine gute Technik gefragt, erklärt die Konstanzerin. | Bild: Claudia Ladwig
Mitarbeiter der Gartenbaufirma Späth aus Bodman sägten die dicken Äste klein.
Mitarbeiter der Gartenbaufirma Späth aus Bodman sägten die dicken Äste klein. | Bild: Claudia Ladwig
Die abgesägten Äste werden von Mitarbeitern der Gartenbaufirma Späth aus Bodman beiseite geräumt und zerkleinert.
Die abgesägten Äste werden von Mitarbeitern der Gartenbaufirma Späth aus Bodman beiseite geräumt und zerkleinert. | Bild: Claudia Ladwig
Am Ende des ersten Arbeitstages ist nur noch der Stamm übrig. Er wird noch gefällt und abtransportiert.
Am Ende des ersten Arbeitstages ist nur noch der Stamm übrig. Er wird noch gefällt und abtransportiert. | Bild: Claudia Ladwig

Nach Abschluss der gesamten Sanierungsmaßnahme werde man sich nach Rücksprache mit der Planerin und dem Förster Gedanken hinsichtlich etwaiger Ersatzpflanzungen machen, so Schlichenmaier. Irgendwas werde sicher kommen, wann, wo und in welchem Umfang könne er derzeit noch nicht sagen.

Das könnte Sie auch interessieren