Noch einmal den Sommer feiern – das war der Plan von Michael Noll. Zum Sommerausklang wollte er eine kleine Veranstaltung für seine Freunde organisieren. Am Ende wurde daraus „Seeklang“ – ein gut besuchtes Fest in den Parkanlagen beim Kiosk Hafenmauer 1826.

So wie die drei Mädchen genossen viele Menschen den Abend am Seeufer beim Zollhaus Ludwigshafen. Die Musik von der Seebühne und die lauen Temperaturen ließen Urlaubsstimmung aufkommen.
So wie die drei Mädchen genossen viele Menschen den Abend am Seeufer beim Zollhaus Ludwigshafen. Die Musik von der Seebühne und die lauen Temperaturen ließen Urlaubsstimmung aufkommen. | Bild: Claudia Ladwig

Michael Noll, seine Frau Petra und Sohn Jonathan hatten alle Hände voll zu tun, erhielten jedoch Unterstützung von Freunden und Bekannten. Sie hatten auch einen Sicherheitsdienst engagiert, der die Umsetzung der 3G-Regeln überwachte. Ab 19 Uhr erklang von der eigens aufgebauten Seebühne Musik.

Live-Musik von der Seebühne

In den abgesperrten Bereich direkt am See kamen nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testnachweis. „Die meisten Besucher sind tatsächlich geimpft, rund 50 Personen haben wir hier vor Ort getestet“, meldete Petra Noll.

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bestätigte, dass die Gäste sich gut an die Vorgaben hielten: „Die 3G-Regeln haben wir scharf kontrolliert. Wir sind regelmäßig durch die Menge gelaufen und haben geschaut, dass alles passt. Es waren insgesamt sehr nette, angenehme Gäste. Alle Maßnahmen wurden sehr höflich angenommen.“

Das Duo Singwerk mit Julia Kohler und Gary-John Peinke begleitete die Besucher des Seeklang-Abends in die laue Spätsommernacht. Nach Sonnenuntergang kam die Beleuchtung der eigens installierten Seebühne gut zur Geltung.
Das Duo Singwerk mit Julia Kohler und Gary-John Peinke begleitete die Besucher des Seeklang-Abends in die laue Spätsommernacht. Nach Sonnenuntergang kam die Beleuchtung der eigens installierten Seebühne gut zur Geltung. | Bild: Claudia Ladwig

Mit kühlen Getränken versammelten sich Menschen aller Altersstufen an kleinen Stehtischen, nahmen auf Bierbänken Platz oder schlenderten durch die Anlage. Die Stimmung war gelöst, die Freude über diesen lauen Musikabend im September greifbar.

Aus Plänen für Privat-Party entsteht öffentliches Fest

Bei Initiator Michael Noll, der nicht nur Organisator war, sondern auch selbst die Musik machte, mischte sich vor dem Auftritt Aufregung unter die Vorfreude. Er kam etwas später aufs Gelände, da er zuvor noch in seinem Restaurant „Blauer Affe“ tätig gewesen war. Die Idee, mit seinen Freunden gemeinsam Musik zu machen, sei ihm vor einem Jahr gekommen, verriet er. Und für ein Konzert gebe es doch keine schönere Location als direkt am See, so Noll. Also habe er seine Kumpels zusammengetrommelt.

Jonathan Noll, Florian Skowronek und Florian Gebhart (von links) waren für die Ton- und Lichttechnik zuständig.
Jonathan Noll, Florian Skowronek und Florian Gebhart (von links) waren für die Ton- und Lichttechnik zuständig. | Bild: Claudia Ladwig

„Wir hatten eine Gesamtprobe und spielen aus reinem Spaß zusammen.“ Für den Auftritt brauchten sie dann noch einen Namen: „Monkeyfriends“ („Affenfreunde“) ergab sich fast von selbst. Bevor Christian Heine, Robert Auer, Julia Kohler, Njoschi Weber, Wolfram Thum, Francesco Lorusso und Michael Noll die Seebühne eroberten, sorgte das Duo Singwerk mit Sängerin Julia Kohler und Gary-John Peinke am Piano für gute Laune.

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Für Klang und Lichteffekte war Jonathan Noll verantwortlich. Der 21-Jährige, der kürzlich seine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker beendet hatte, arbeitet jetzt selbstständig als Event und Artist Manager. „Es ist meine erste wirklich große Veranstaltung“, erzählte er. Die Planung habe Monate gedauert.

Wer auf die umzäunte Fläche durfte, hatte die Überprüfung der 3G-Regeln erfolgreich bestanden.
Wer auf die umzäunte Fläche durfte, hatte die Überprüfung der 3G-Regeln erfolgreich bestanden. | Bild: Claudia Ladwig

Die Ausstattung hatte er sich zum großen Teil von seiner Ausbildungsfirma geliehen, bei der Bedienung der Technik unterstützten ihn Freunde. Am Freitagmorgen begannen sie mit dem Aufbau der Seebühne, gleich nach dem Fest wurde alles wieder abgebaut.

Spende für den Verein Dorffreundschaft Maygas-Ludwigshafen

Der Eintritt zum „Seeklang“ kostete zwei Euro. Diese dienten zur Deckung der Corona-bedingten Mehrausgaben, erklärte Petra Noll. Weil Familie Noll die Veranstaltung jedoch mit einem guten Zweck verbinden wollte, wurden Spenden für den örtlichen Verein Dorffreundschaft Maygas-Ludwigshafen gesammelt.

Dessen Vorsitzender Daniel Trisner freute sich über das Engagement: „Es ist sehr toll, dass sie an uns gedacht haben.“ Mit einem Rollbanner und ausgelegten Flyern informierte der Verein über seine Projekte. Jeder Euro komme bei den Bedürftigen beispielsweise in Südamerika, Sri Lanka oder Nepal an, betonte Trisner. Bei allen Hilfsprojekten gebe es direkte und persönliche Kontakte vor Ort. So könne der Verein die sorgsame und gezielte Verwendung der Spendengelder garantieren.