Der Duft von Raclette-Käse wies schon von Weitem den Weg zum Gemeindezentrum. Erstmals fand die Bewirtung während des Theaters der Laienspielgruppe der Dorffreundschaft Maygas-Ludwigshafen draußen statt.

Anstelle des bisher gewohnten Essens gab es Leckereien „auf die Hand“. Im Saal ermöglichte Theaterbestuhlung beste Sicht auf die Bühne. Diese Vorkehrungen waren getroffen worden, um im Falle möglicher Corona-Auflagen flexibel zu sein. Alle drei Vorstellungen der Gruppe waren sehr gut besucht, der Sonntag sogar ausverkauft.

Dunja (Pamela Feiß) im Gespräch mit ihrer Schwiegermutter Erna (Ute Trisner, rechts). Beide haben in dem von Dunja angerichteten Chaos ...
Dunja (Pamela Feiß) im Gespräch mit ihrer Schwiegermutter Erna (Ute Trisner, rechts). Beide haben in dem von Dunja angerichteten Chaos kaum noch den Durchblick. | Bild: Claudia Ladwig

Regisseur Daniel Trisner sagte zur Begrüßung: „Viele große Dramen starten mit einer kleinen Lüge. Diese wird immer größer und ist irgendwann nicht mehr aufzuhalten. So etwa ist es auch hier.“ Für den Vierakter „Alternative Fakten – Lügen über Lügen“ hatten 35 Proben stattgefunden.

Dabei hatte sich jeder Darsteller hervorragend in seine Rolle hineingefunden. Das kurzweilige Stück sorgte für viele Lacher. Die unvorhergesehenen Wendungen hielten die Auflösung des Lügengebildes spannend bis zum Schluss.

Erna (Ute Trisner), Leo (Veit Heckeler), Lisa (Petra Kaupert), Jörg (Alexander Märzendorfer), Werner (Günter Weiß) und Dunja (Pamela ...
Erna (Ute Trisner), Leo (Veit Heckeler), Lisa (Petra Kaupert), Jörg (Alexander Märzendorfer), Werner (Günter Weiß) und Dunja (Pamela Feiß, alle von links) können nicht glauben, dass die echte Tante Rita (Mara Lindenmayer auf dem Sofa) eine ganze Woche bleiben will. | Bild: Claudia Ladwig

In den kurzen Pausen mussten die Schauspieler ordentlich laufen lassen, sich umziehen, frisieren, nachschminken und umbauen. Stehende Ovationen und Jubel zeugten schließlich von der Begeisterung der Zuschauer, die sogar aus Memmingen, Pfullendorf oder Konstanz hergefahren waren, um das Schauspiel zu sehen.

Daniel Trisner bekannte: „Man ist schon stolz, wenn man sieht, wie der Saal tobt und wenn so viele positive Rückmeldungen kommen.“ Die größte Spannung liege natürlich bei der Premiere in der Luft. „Wenn die Leute das Stück annehmen, laufen die zwei anderen Tage unproblematisch.“

Regisseur Daniel Trisner ist sehr zufrieden mit seinem Team.
Regisseur Daniel Trisner ist sehr zufrieden mit seinem Team. | Bild: Claudia Ladwig

Das gute Gefühl halte anschließend über Wochen an. „Du wirst angesprochen, hörst Musik aus dem Stück oder ein bestimmter Satz kommt wieder in Erinnerung.“ Die Aufführungen verbinden in seinen Augen mehrere positive Dinge. „Wir lieben das Theater. Es ist etwas Schönes für jeden Einzelnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit dem Erlös können wir etwas Gutes tun. Und gerade die jüngeren Mitwirkenden haben schon oft gesagt, dass sie von dem, was sie vor und während einer Aufführung lernen, auch im Berufsleben sehr profitieren“, so Trisner.