Auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Bodman-Ludwigshafen bekommt die Folgen der Corona-Pandemie zu spüren. Dies wurde deutlich bei der Mitgliederversammlung im Café Hasler. Hatten im Jahr 2019 noch viele Veranstaltungen stattgefunden, bei denen der DRK-Ortsverein Bodman-Ludwigshafen involviert war, so war die Anzahl der Veranstaltungen im Jahr 2020 gleich Null, berichtete Bereitschaftsleiterin Luzia Bühler.

Ein ganz normales Jahr

Im Jahr 2019 hatten zum Beispiel die Seniorenfahrt, das Hafenfest, mehrere Blutspendetermine, eine Großübung in Stahringen zusammen mit Einsatzkräften vieler anderer Blaulichtorganisationen (siehe Info) oder ein Bereitschaftsleiterwochenende in Schnetzenhausen stattgefunden.

Für Familien in Ungarn waren 80 Pakete mit Lebensmitteln gepackt worden, die das Jugendrotkreuz nach Ungarn brachte und dort verteilte. Man hatte mit Senioren gebastelt und die Blutspender waren bei den Spenden zum Dank entweder mit Salatsetzlingen oder mit Stricksocken bedacht worden.

Neun Bereitschaftsmitglieder hatten insgesamt 700 Stunden für die Rotkreuzarbeit aufgewendet. Hier sind auch die Stunden der helfenden Ortsvereine und die der Helferinnen beim Blutspenden und Basteln eingerechnet. Von 250 Passivmitgliedern wurde der DRK-Ortsverein Bodman-Ludwigshafen im Jahr 2019 finanziell unterstützt.

Rückblick voller Dankbarkeit

Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen und Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe Ludwigshafen, sagte, dass 2019 „noch ein ganz normales Jahr“ gewesen sei, was Veranstaltungen und Aufgaben der DRK-Ortsgruppe anging. Im Gegensatz dazu seien 2020 bis jetzt alle Blutspendetermine in Bodman-Ludwigshafen ausgefallen, ebenso die Seniorenmondscheinfahrten oder andere Termine, an denen Senioren beteiligt sind. Senioren sind Risikopatienten, daher gelte es, diese besonders zu schützen.

Weckbach bedankte sich bei den anwesenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Unterstützung und für die „tolle Vorbereitung“ beim Kreisfeuerwehrtag. „Ihr seid ein tolles Team“, so Weckbach. Er weitete seinen Dank aus und richtete ihn an alle Blaulichtorganisationen, mit denen das DRK zu tun hatte.

Kassenbericht und Kassenprüfung zeigten ebenfalls, dass 2019 ein „normales Jahr“ war, wie Martin Hegemer, Schatzmeister, den Faden aufgriff. Sowohl was Einnahmen, als auch was Ausgaben angehe, sei wohl alles gleich geblieben und halte sich die Waage. Die Kassenprüfer waren zufrieden und dankten Martin Hegemer für seine gute Arbeit, die einen Applaus wert sei – und nicht nur das: Als Dank erhielt er dann auch noch ein Geschenk, ebenso wie Luzia Bühler für ihre Tätigkeit als Bereitschaftsleiterin und „als Macherin und Stütze“, wie Matthias Weckbach es formulierte.

Der Jahresabschluss 2019 wurde genehmigt und der Haushaltsplan für 2020 einstimmig beschlossen, bevor dann der Vorstand entlastet wurde. Hernach wurden die Delegierten zur Kreisversammlung gewählt, welche sind: Rainer Wester, Luzia Bühler, Stefanie Kögler und zusätzlich Jasmin Mayer und Martin Hegemer.

Blutspende am 19. Oktober soll möglich gemacht werden

Ferner wurde über das Thema Blutspenden diskutiert. „Wir brauchen dringend Blut“, mahnte Rainhard Hüther, Bereitschaftsarzt und stellvertretender Vorsitzender – jedoch sei das Blutspenden derzeit in Bodman-Ludwigshafen nicht möglich, da in keinem der Räume, in denen diese Aktionen bisher stattfanden, das erforderliche Hygienekonzept eingehalten werden könne. Man wolle aber über dieses Thema weiter diskutieren und versuchen, den für Montag, 19. Oktober, im Gemeindezentrum Ludwigshafen geplanten Blutspendetermin zu realisieren.