Es ist wieder so weit: Die Art Zollhaus wird das Zollhaus in Ludwigshafen am letzten April-Wochenende für zwei volle Tage und einen Abend in eine Kunstmesse verwandeln. Bereits zum 15. Mal werden Kunstliebhaber und auch Kunstsammler bei dieser Veranstaltung auf ihre Kosten kommen.

Denn schon längst ist diese Kunstausstellung, die den Gästen die Möglichkeit bietet, die ausgestellten Kunstwerke auch zu kaufen, zu einem Geheimtipp in der süddeutschen Kunstszene avanciert. Organisiert wird sie vom Internationalen Bodensee Club (IBC), dem Regional Club Überlingen und dem Nördlichen Bodensee Verein.

Malerei, Fotografie und einiges mehr

In diesem Jahr werden 26 Künstler anwesend sein und den Besuchern ihre Werke präsentieren. Sie alle freuen sich sehr darauf, endlich wieder einmal eine solche Veranstaltung auszurichten und miteinander und den Besuchern in den Austausch zu gehen.

Dies erzählt Christian Scheel. Er ist der Hauptorganisator der Veranstaltung, wird aber auch selbst als Künstler einige Fotografien und Kunstobjekte ausstellen. Die Ausstellung biete ein überaus breites Spektrum zeitgenössischer Kunstrichtungen und sei zudem sehr vielfältig.

Das Zollhaus in Ludwigshafen: Austragungsort der diesjährigen Kunstmesse Art Zollhaus am letzten April-Wochenende, umrahmt von ...
Das Zollhaus in Ludwigshafen: Austragungsort der diesjährigen Kunstmesse Art Zollhaus am letzten April-Wochenende, umrahmt von frühlingshafter Atmosphäre. Bild: Constanze Wyneken

Scheel beschreibt es so: „Zum einen gibt es Malerei, so ein bisschen im Stil der alten Meister, also gegenständlich, aber auch abstrakt, auch experimentelle Malerei. Fotografien sind ebenso zu finden, wie Beispiele der Digigrafie, also surrealistische Fotos, auf denen plötzlich in einer Landschaft Dinge auftauchen, die da eigentlich gar nicht hingehören. Dann gibt es Radierungen, Druckgrafik und Collagen, teils mit Materialmix und sogar Multimediamix-Objekte, sehr spannend. Man kann auch Skulpturen finden, also klassische Bildhau-Objekte, abstrakte Objekte aus Holz oder Metall und dann gibt es noch Lichtobjekte.“

Das Spiel mit Licht und Schatten

Diese sind, kreiert von Christian Scheel, ganz neu auf der Art Zollhaus zu sehen: „Es handelt sich um Metallobjekte mit Durchbrüchen, die Licht von roten, blauen und grünen LEDs, sogenannten RGBs, durchlassen. So werden interessante Farb-, Licht- und Schatten-Effekte dahinter und darum herum erzielt“, erklärt Scheel.

Etwas Ähnliches habe er mit Beleuchtung und den Ranken einer Kiwi-Pflanze gestaltet – das sei dann so etwas wie Botanic-Art, sagt Scheel mit einem Augenzwinkern.

Herausforderungen bei der Organisation

Ein wenig problematisch sei es gewesen, die Stellwände für die Kunstwerke zu organisieren. Diese habe man bisher immer von der Stadt Überlingen bekommen. Allerdings gebe es dort momentan keine frei verfügbaren Stellwände mehr. Denn sie seien zuerst für die Kabinen in Corona-Impfzentren gebraucht worden.

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Und nun werden sie zur räumlichen Trennung bei der Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge benötigt. Zwar habe der Internationale Bodensee Club auch ein paar eigene Stellwände, die sonst in der Galerie Gunzoburg in Überlingen-Aufkirch stehen, aber das seien bei Weitem nicht genügend. Zum Glück habe man kostenlos ein paar Stellwände von der Stadt Stockach bekommen können, sagt Scheel dankbar.

Vernissage am 29. April

Mit den ausstellenden Künstlern vor Ort ins Gespräch kommen und in entspannt-kreativer Atmosphäre über die Kunst und Kunstwerke fachsimpeln zu können, ist eine Besonderheit der Art Zollhaus.

Sie wird am Freitagabend, 29. April, um 19 Uhr mit einer Vernissage beginnen, zu der jeder willkommen ist. Dann soll es auch kleine Häppchen und Getränke von der Zollhaus-Gastronomie geben und musikalisch wird der Abend von Josef Weimert am Keyboard untermalt.

Hoffnung auf viel Zuspruch

An den Tagen Samstag, 30. April, und Sonntag, 1. Mai, wird die Art Zollhaus jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein. Das Café im Zollhaus hat an diesen Tagen allerdings geschlossen. Die Preise für die Kunstwerke sind, so beschreibt es Christian Scheel, „moderat, gemessen an der Qualität der Arbeiten“ und schließlich müssten die Aussteller auch jeweils eine Standgebühr bezahlen. Der Eintritt kostet zwei Euro.

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„Man muss bedenken, dass Corona war. Das heißt, die Künstler haben die vergangenen zwei Jahre ziemlich gelitten“, sagt Christian Scheel. Man hoffe darum auf reges Interesse und guten Zustrom.