"Die Ostertage können kommen und damit auch die Gäste", sagt Kurt Pfundner. Der Vorsitzende der Wassersportfreund Ludwigshafen freut sich, dass die Gäste jetzt wieder gepflegte Seeuferwege vorfänden. So lautet sein Fazit nach der traditionellen Seeuferpflege. Rund 40 Mitglieder versahen die Seeuferwege vom Waschplatz bis zum Hafen des Yachtclubs Stockach und vom Campingplatz Schachenhorn bis zur Mündung der Stockacher Aach im Naturschutzgebiet auf Bodmaner Seite mit einer neuen Splittdecke. Die Uferpflege beinhaltete auch eine Säuberungsaktion im Schlößlepark bei der Steganlage der Wassersportfreunde. Dort wurde auch das Fundament für ein Insekten-Hotel betoniert. Dank der vielen Helfer und des sonnigen Frühlingswetters konnten die Arbeiten bereits in den frühen Nachmittagsstunden abgeschlossen werden. So mundete nach der anstrengenden Arbeit das gespendete Mittagsmahl im Musikpavillon besonders gut.

Am Treffpunkt oberhalb des Waschplatzes hatte Kurt Pfundner die Arbeitsgruppen, die mit Hacken, Rechen, Schaufeln, Schubkarre und mit zwei Traktoren schon am frühen Morgen zur Stelle waren, auf die einzelnen Einsatzbereiche verteilt. Eine Arbeitskolonne nahm sich die Instandsetzung des Weges ab dem Waschplatz bis zum Stockacher Yachthafen vor, eine zweite die Wiederherstellung des Uferweges ab dem Campingplatz bis zur Aachbrücke und eine dritte war im Schlößlepark im Einsatz. Josef Zimmermann und Willi Schilling sorgten mit ihren Traktoren dafür, dass der Nachschub an Arbeitsmaterial ohne Unterbrechung klappte.

Die Wege hatten unter den Unbildern des Winters zum Teil arg gelitten. Sumpfige Stellen, dir sich durch die starken Regenfälle vermehrt gebildet hatten, mussten einer aufwendigen Sonderbehandlung unterzogen werden. Tags zuvor hatte Vereinsmitglied Karl Sinner das von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Material für die Seeuferpflege herangekarrt. Obgleich die Seeuferwege explizit nur als radfreie Spazierwege ausgewiesen sind und ein extra gut ausgebauter Radweg Richtung Bodman und Espasingen besteht, werden Wanderwege fast regelmäßig mit Fahrrädern und Mountainbikes befahren, die bei dem weichen Untergrund entsprechende Spuren hinterlassen, was immer wieder Wanderer beanstanden.

Beim Mittagsmahl dankte Pfundner den Helfern für die große Beteiligung an der Seeuferpflege, die ja bei den Wassersportfreunden bereits zur Tradition gehöre. Dem Verein lägen gepflegte und schöne Seeuferwege sehr am Herzen und man sehe die Seeuferpflege als Dienst an der Allgemeinheit an. Man könne nicht alles der Gemeinde "aufhalsen, sondern sollte als Bürger auch Verantwortung übernehmen und damit Bürgersinn beweisen.

 

Verein mit Bürgersinn

Die Wassersportfreunde Ludwigshafen, die sich 1972 gründeten, machen sich außerhalb ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich der Pflege des Wassersports, seit vielen Jahren auch um die Allgemeinheit verdient. Unter ihrem jetzigen Vorsitzenden Kurt Pfundner, der seit 27 Jahren dem Verein vorsteht, wurde die jährliche Seeuferreinigung eingeführt. Und die ist zu einer Dauereinrichtung geworden, bei der viele Helfer anpacken. Der Klub will damit zeigen, dass er nicht nur Eigeninteressen verfolgt, sondern sich auch der Allgemeinheit gegenüber verantwortlich fühlt und damit Bürgersinn beweist. (fws)