VHB-Gästekarte, Echt Bodensee Card und eine mögliche neue Karte standen im Mittelpunkt im Touristikausschuss vom Bodman-Ludwigshafen. Bei beiden gibt es Änderungen beziehungsweise Neuigkeiten.

  • VHB-Gästekarte: Diese einen neuen Namen: Bodensee Card West. Diese Änderungen hat der Verein Regio Konstanz-Bodensee-Hegau beschlossen. Die Karte gibt es seit 2009 in den teilnehmenden Gemeinden. Bodman-Ludwigshafen hat sie seit 2012. Der neue Name ist ein Schritt der Regio, um selbst Betreiber der Karte zu werden, deren Koordination und Marketing momentan Tourismus Untersee macht. Der VHB hat der Namensänderung zugestimmt. Die vertraglichen Strukturen werden derzeit von der Regio mit dem Verkehrsverbund geklärt, hieß es in der Sitzung des Touristikausschusses Bodman-Ludwigshafen.
    Die Touristinformation Bodman-Ludwigshafen erachtet es als unbedingt notwendig, die Vereinbarung zur VHB-Gästekarte zu unterzeichnen, da ansonsten keine Mitsprache und Beteiligung an der Weiterentwicklung, Projektgestaltung und Vermarktung der Karte mehr möglich ist. Falls die Vereinbarung nicht unterzeichnet werde, erscheine Bodman-Ludwigshafen künftig in keinem Printprodukt und keiner Werbe- und Marketingmaßnahme der Regio Konstanz Bodensee-Hegau zum neuen Produkt "Bodensee Card West", machte die Leiterin der Tourist-Information Bodman-Ludwigshafen, Anna Maucher, deutlich. Im Gremium erhob sich kein Widerspruch. So wurde beschlossen, die Vereinbarung zur Gästekarte zu unterzeichnen. Das Budget für die entsprechenden Haushaltstellen wird um 2500 Euro beziehungsweise 3700 Euro erhöht.
    Bislang lagen die Kosten für die VHB-Gästekarte bei 0,45 Euro pro kurtaxepflichtiger Übernachtung und bei 0,25 Euro pro Übernachtung bei Kindern von sechs bis 14 Jahren. Ab 2019 sollen es 0,50 Euro pro Übernachtung für Erwachsene und 0,25 Euro für Kinder sein. Ab 2019 werden zusätzlich für Koordination und Marketing durch die Regio Kosten anfallen. Pro kurtaxepflichtiger Übernachtung sollen den Gemeinden fünf Cent in Rechnung gestellt werden, davon werden zwei Cent für Personal und Koordination und drei Cent für das Marketing kalkuliert. Mit der Beteiligung sollen jährlich weitere Projekte zur Weiterentwicklung und Vermarktung der Karte umgesetzt werden. So ist unter anderem für 2019 geplant, Pakete zur Landesgartenschau 2020 in Überlingen zu bündeln. Diese Projekte werden von allen teilnehmenden Gemeinden gemeinsam ausgewählt. Die Kostenerhöhung bei geschätzten 121 164 kurtaxepflichtigen Übernachtungen (Stand 2017) soll die beschlossene Budget-Erhöhung abfangen.
  • Echt Bodensee Card (EBC): Wie Anna Maucher mitteilte, wird zum Jahresbeginn 2019 die EBC nach aktuellem Stand von acht Gemeinden ausgestellt. Diese sind: Bodman-Ludwigshafen, Sipplingen, Eriskirch, Langenargen, Wasserburg, Nonnenhorn, Heiligenberg und Frickingen. In Immenstaad steht die Entscheidung über die Teilnahme am 15. Oktober im Gemeinderat an. Im Vorfeld habe es bereits positive Abstimmungsergebnisse bei Vermieterversammlungen gegeben und es werde ein Strahleffekt auf Uhldingen-Mühlhofen erwartet. Nach aktuellem Stand werden ab 2019 perforierte Papierkarten anstatt Klebeetiketten ausgestellt. Hierfür stellt die Deutsche Bodensee Tourismus (DTB) neue Druckvorlagen zur Verfügung. Die DTB hat auch neue Leistungspartner akquiriert. So werden zum Beispiel die Therme Meersburg und die Burg Meersburg dabei sein. Die Zahl steigt damit auf mehr als 160 Leistungspartner. Aufgrund des Urteils gegen die Langenargener Kurtaxesatzung wurde vom Bodenseekreis und der Anwaltsagentur des Gemeindetages ein neues Satzungsmuster für die Kurtaxesatzungen verarbeitet. Auf dessen Grundlage geht es im Gemeinderat Bodman-Ludwigshafen im November um eine neue Kurtaxesatzung. Auch der Kooperationsvertrag zwischen der DTB und der Gemeinde wurde überarbeitet und muss vom Gemeinderat noch sanktioniert werden. Die Umstellung von Gästekarten-Etiketten auf perforierte Papierkarten seit gut umzusetzen, so Anna Maucher.
  • Neue Karte: Die schon seit längerer Zeit bestehende Idee einer gemeinsamen Gästekarte am gesamten deutschen Bodenseeufer scheint ihrer Verwirklichung näher zu kommen. Der Zeitplan sieht momentan das Jahr 2020 vor. Es sollen noch Entwicklungen abgewartet werden. Eine Antwort des Ministeriums stehe noch aus, hieß es in der Sitzung des Touristikausschusses unter dem Vorsitz von Bürgermeister Matthias Weckbach.