Stockach/Bodman-Ludwigshafen Verein betreibt auch Landschaftspflege: Hauptversammlung beim Yachtclub Stockach

Vereinsvorsitzender berichtet von Schäden am Vereinsgelände durch die Bisamratte, die Teile des Geländes untergrabe. Auch das Unwetter im Juli 2017 hat relativ große Schäden verursacht

Wenn Vereine bei ihrer Hauptversammlung Rückschau halten, ist nicht immer alles so, wie man es sich gewünscht hat. Dies war zumindesr in der gut besuchten Hauptversammlung des Yachtclubs Stockach (YCST) so. Der Vorsitzende Peter Rodemann beschrieb die Heftigkeit des Unwetters am 21. Juli 2017, das das Vereinsgelände im Löchle zum Teil erheblich verwüstete. Der Hafenbeauftragte Roland Strehl berichtete von Biberverbiss und einer fortschreitenden Untergrabung des Uferbereichs vermutlich durch den Bisam. Davon abgesehen verlief das Vereinsjahr im gewohnten Rahmen. In segelsportlicher Hinsicht konnte man Erfolge vermelden. Wirtschaftliche Probleme gab und gibt es nicht.

Peter Rodemann lobte die Einsatzbereitschaft der Mitglieder bei den Arbeitseinsätzen. Da er auch als Umweltbeauftragter tätig ist, berichtete er von der bevorstehenden Zertifizierung des Hafens nach den Richtlinien des "Blauen Ankers" und stellte eine Schulung am neu angeschafften Defibrillator im Clubhaus in Aussicht. Sein Stellvertreter Joachim Flum ergänzte die Ausführungen mit Informationen zur Reform der EU-Datenschutzvorschriften 2018 zur Handhabung von Daten unter anderen in Vereinen. Außerdem stellte er eine neue Regelung vor, die besondere Rahmenbedingungen für Jollen beinhalten, sofern diese für das Jugendtraining zur Verfügung stehen.

Roland Strehl setzte sich mit der Pflanzenvielfalt im Hafengelände auseinander und wies darauf bin, dass ungehemmter Bewuchs von stark verbreiteten Pflanzen dem Wachstum von seltenen Exemplaren schadet. Hier sei eine Bereinigung vonnöten. Da der Biber nach wir vor im Hafengelände seine Wohnstatt hat und auch dort tätig ist, wo er eigentlich nicht sollte, sollen die Drahtgitter an den Bäumen zum naturverträglichen Schutz vor drohendem Verbiss erneuert werden. Ein Problem sieht der Hafenbeauftragte im Uferbereich, wo sich die Bisamratte zu schaffen macht. Strehl lobte das neue Hafenfest-Konzept mit Mongolengrill, Barbetrieb und einer Live-Combo. Hier gab es Applaus für die Familie Ceglarek und Manuela Meister, die sich um die Organisation und Verpflegung verdient machen. Regattawart Roland Hübler stellte die Wettkampftermine für die Segelsaison vor. Das nächste Jugendtraining kündigte Jugendwart Susanne Töpper-Zimmermann für das Wochenende 29. Juni/ 1. Juli an. Sie würdigte die Zusammenarbeit mit dem Yachtclub Ludwigshafen (Ylb) und dem Segelclub Bodman (SC BO).

Kassenwart Volker Pylarski konnte einen guten Finanzbericht vorlegen. Auch im neuen Vereinsjahr werden Neuanschaffungen erforderlich sein. Ehrenvorsitzender Oswald Bechler, dem die Schönheit des Hafengeländes im Landschaftsschutzgebiet am Herzen liegt, berichtete von einer Begutachtung der Bäume. Dabei sei eine Weide identifiziert worden, die nicht mehr standfest sei. Die Umweltbeauftragten Christian Mende und Alexander Fischer von der Gemeindeförsterei werden sich dieser Sache annehmen.

Umwelt im Verein

In der 63-jährigen Geschichte des YCST entstand, bedingt durch die Lage des Hafengeländes im Löchle ein Umweltbewusstsein aller Clubmitglieder. Nachdem 1992 die europäischen Aktivitäten bezüglich Gewässer-Umweltschutz im länderübergreifenden Programm "Blaue Flagge" gebündelt wurden, war der YCST einer der ersten Vereine, die im Sinne der Kriterien aktiv wurden. 2010 erfolgte die Aufnahme des Hafengeländes in das europäische "Natura-2000-Netzwerk" als FFH-Schutzgebiet, verbunden mit der Auszeichnung als Biotop. (fws)

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