Sechs Trainer, 22 Kinder- und Jugendliche und eine große Portion Motivation: Beim TV-Jugendcamp in der Schulsporthalle in Ludwigshafen war wieder jede Menge los. Die ganze Halle war ein einziger großer Turntraining-Parcours mit den sechs wichtigen Geräten im olympischen Turnen – Ringe, Barren, Boden, Sprung, Reck und Pferd. "Außerdem haben wir einen Schwebebalken für die Mädchen", erklärte Noel Weber, einer der Trainer und Organisatoren. An jedem Gerät trainierte immer eine Gruppe mit Trainer. Alle durchliefen so alle Stationen.

Die Jugendlichen waren teilweise aus der Seegemeinde, teilweise aber auch Markdorf und Pfuhl bei Neu-Ulm. Entfernungen spielten aber keine Rolle. Der Nachwuchs im Alter zwischen acht und 21 Jahren trainierte gemeinsam mit viel Spaß und Hingabe. Sie übernachteten alle in der Halle und machten auch den einen oder anderen Ausflug, zum Beispiel in einen Kletterpark. Der Sport stand aber im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen sind verschiedenen weit im Training und es sei ein Vorteil wenn sie andere sehen, die weiter sind, oder sogar andere, die in der zweiten Bundesliga turnen, waren sich die Trainer einig.

Unter den Trainern war dieses Jahr zum dritten Mal der Kunstturn-Nationaltrainer Roland Zaksauskas. "Sie werden jedes Jahr besser", sagte er über die jungen Turner. Das Camp in den Sommerferien sei die beste Möglichkeit, sich turnerisch für die zweite Jahreshälfte fit zu machen. Er freue sich immer, in Ludwigshafen dabei sein zu können und plane dies jedes Jahr ein.

Alessandro Ribaudo, der stellvertretende Vorsitzende des TV-Ludwigshafen, lobte die Jugendarbeit im Verein. Der Jugendvorstand organisiere das Camp ganz alleine. "Das zeigt das große Engagement." In den fünf Tagen Camp absolvierten die Teilnehmer ein Pensum wie ansonsten in drei bis vier Wochen. "Alle sind sehr diszipliniert", sagte er. Das fand auch Roland Zaksauskas: "Die Kinder wissen, was sie wollen."