Dass die Seegemeinde im Fremdenverkehr einen guten Namen hat, ist auch den Tourist-Fördervereinen Bodman und Ludwigshafen zu verdanken. In der Hauptversammlung des Ludwigshafener Fördervereins wurde dies zum Ausdruck gebracht. Bürgermeister Matthias Weckbach hatte guten Grund, den Mitgliedern des Vereins mit Oliver Thum an der Spitze für ihren Einsatz Anerkennung auszusprechen. Er nahm auch Stellung zur Situation der Marienschlucht und zum Ergebnis ihrer Besichtigung durch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Auf die Einführung der EBC-Karte eingehend, sprach Oliver Thum von einer richtigen Entscheidung des Gemeinderates, wenngleich die Karte bei einigen Vermietern, aber auch Fremdenverkehrsgemeinden mit Skepsis aufgenommen worden sei. Aber "Unebenheiten" bei der Verwirklichung neuer Ideen seien nie auszuschließen, meinte der Vorsitzende. Der Fördervereins habe sich am der Möblierung des Premiumwanderweg mit einem beachtlichen Betrag beteiligt und auch seinen Beitrag zum Kauf von "Yolanda" geleistet. Die Skulptur der Künstlerin Miriam Lenk sei durch die Initiative des Vereins der Kunstfreunde Bodman-Ludwigshafen mit Unterstützung des Touristik-Fördevereins Ludwigshafen und Bodmaner Freunde erworben worden.

Ihre Aufstellung beim Seehotel Adler sei durch eine Geste des Unternehmers Wilfried Kountz möglich geworden, ließ aber die Möglichkeit eines Standorts auf gemeindlichem Grund offen. Die Lenk-Kunst in Ludwigshafen wirke sich auf den Tourismus der Gemeinde positiv aus. Mitglieder des Vereins beteiligten sich an der Gästebegrüßung auf der MS Großherzog Ludwig als Kommentatoren und unterstützten die Touristinformation beim Kinderferienprogramm. In seiner Vorschau auf die Aktivitäten erwähnte Oliver Thum die Einrichtung des Bowling-Platzes mit Tischtennisanlage im Uferpark unter finanzieller Beteiligung des Fördervereins.

Bürgermeister Matthias Weckbach teilte bezüglich der Marienschlucht mit, dass sich ein Workshop verstärkt mit Lösungen befasse. Das Problem liege an den Uferwegen und weniger in der Schlucht. Eine Öffnung des Uferweges zwischen Wallhausen und der Schlucht sei in absehbarer Zeit auszuschließen. Vor dem Jahr 2020 sei mit ihrer Öffnung nicht zu rechnen. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer habe ihm bei ihrem Besuch ihre Unterstützung bei der Lösung des Problems zugesagt.

Kassenwart Bettina Jäger-Gönner erstattete einen positiven Finanzbericht, obwohl 2016 nur zwei Grillveranstaltungen stattfanden, die der Vereinskasse auf der Einnahmenseite zugute kamen. Allerdings blieb der Ertrag gegenüber 2015 zurück. Bärbel Noller, die die Kasse geprüft hatte, sprach von einer einwandfreien Verwaltung der Finanzen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Vorsitzender Oliver Thum entließ Patrick Ehmann, der mit dem Ausscheiden als Leiter der Touristinformation auch sein Amt als zweiter Vorsitzender des Touristik-Fördervereins Ludwigshafen aufgab, aus seiner Verantwortung. Er würdigte seine Mitarbeit im Förderverein. Die stellvertretende Leiterin der Touristinformation, Sandra Domogalla, teilte mit, dass eine neue Klassifizierung der Unterkünfte anstehe. Eine Gästebefragung habe ergeben, dass Bodman-Ludwigshafen ein beliebter Ferienort sei.

Besuch aus dem RP

Bürgermeister Matthias Weckbach berichtete vom Vor-Ort-Besuch der Marienschlucht durch die Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer anlässlich ihres Besuchs in der Gemeinde. Sie hatte sich vom DLRG-Boot aus mit den Bürgermeistern aus Allensbach und Bodman-Ludwigshafen ein Bild vom desolaten Zustand des Landungsstegs und der Wegeverbindung gemacht. Bärbel Schäfer bestaunte den Naturraum und war aufgeschlossen, ihn Besuchern wieder zugänglich zu machen. Sie wird die Gemeinden in ihrem Ansinnen einer naturnahen Öffnung unterstützen und begrüßt die Aktivitäten der Kommunen Allensbach, Bodman-Ludwigshafen und Konstanz. (fws)