Theateraufführungen des Vereins Dorffreundschaft Maygas-Ludwigshafen sind stets gut besucht. Das Besondere: Der Reinerlös aus seinen Aktivitäten kommt der Entwicklungshilfe zugute. So ist inzwischen viel Geld in Projekte in Peru, Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Haiti, Guatemala sowie Sri Lanka und Nepal geflossen. Die Theaterbegeisterten lassen die Dorffreundschaft nicht im Stich und unterstützen ihre Arbeit nachhaltig. So auch bei der Premiere der Komödie „Constantin der Lampengeist“ von Andreas Keßner bei vollem Hause. Zwei weitere Aufführungen am 22. und 23. November werden folgen.

Lampengeist Constantin (Veit Heckeler) und Emma Stieler (Ute Trisner) mit der Lampe in der Hand.
Lampengeist Constantin (Veit Heckeler) und Emma Stieler (Ute Trisner) mit der Lampe in der Hand. | Bild: Friedrich W. Strub

Regisseur Daniel Trisner, der seit 1997 die Theatergruppe leitet, hat mit der Wahl der Komödie einmal mehr ein glückliches Händchen – auch bei der Auswahl des Ensembles – bewiesen und mit dem heute 52-jährigen Andreas Keßner einen Autor ausgewählt, der ihm eine reiche Auswahl an Komödien bot.

Regisseur Daniel Trisner.
Regisseur Daniel Trisner. | Bild: Friedrich W. Strub

Der in Ludwigshafen über die Bühne gehende „Lampengeist“ zeigt in drei Akten, dass ein Mitbringsel aus dem Urlaub in Form einer Öllampe aus dem Orient für viel Aufregung sorgen kann, besonders wenn es sich um eine Öllampe mit Innenleben handelt. Komödien sind in der Regel nicht leicht zu spielen und verlangen eine gewisse Erfahrung. Die Pointen, mit denen solche Theaterstücke gespickt sind, müssen sitzen, sonst fehlt der Effekt. Daniel Trisner kann diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen, denn sein Ensemble ist reichlich komödienerfahren. Die sechs Mimen spielten ihre Rolle mit Bravour.

Besucherin Anni Thum.
Besucherin Anni Thum. | Bild: Friedrich W. Strub

Ute Trisner, die in ihrer 20. Komödie auftrat, zeigte in ihrer Rolle als Mutter Emma Stieler einmal mehr ihre große schauspielerische Begabung. Patricia Scheyda, die ihre Tochter Carola verkörperte, bestätigte ihren Ruf als Nachwuchshoffnung, und Alexander Märzendorfer war seine Rolle als Carolas Freund ebenso auf den Leib geschneidert wie Veit Heckeler, der als Lampengeist Constantin für Tohuwabohu am laufenden Band sorgte.

Da mischten tüchtig auch Günter Weiß in der Gestalt von Alfons Köhn, dem Nachbar und Verehrer von Mutter Emma und deren Freundin Ilse Kaiser, von Mara Lindenmayer verkörpert, ordentlich mit. Alle gingen voll in ihrer Rolle auf. Als sich am Schluss der Vorhang senkte, wollte der Beifall kein Ende nehmen.