Bürgermeister Matthias Weckbach stellte in der gemeinsamen Sitzung von Allensbach, Bodman-Ludwigshafen und Konstanz den derzeitigen Zeitplan und Kosten für Maßnahmen bei und in der Marienschlucht vor.

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Schiffsanlegesteg an der Schlucht

Dieser gehört der Motorbootgesellschaft der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, weshalb sie die Kosten von 156.000 Euro (15 Prozent Zuschuss) trägt. Die Gemeinde erneuert ihn Mitte 2020 unter Berücksichtigung von geschützten Brutzeiten. Der Steg wird länger als bisher, höhenverstellbar für ebenerdiges Einsteigen und hat auf beiden Seiten Geländer.

Der Steg am Fuß der gesperrten Marienschlucht muss erneuert werden, damit Baumaterial für spätere Maßnahmen gebracht werden kann. Inzwischen ist der alte Steg marode. Dieses Foto entstand im Jahr 2014.
Der Steg am Fuß der gesperrten Marienschlucht muss erneuert werden, damit Baumaterial für spätere Maßnahmen gebracht werden kann. Inzwischen ist der alte Steg marode. Dieses Foto entstand im Jahr 2014. | Bild: Löffler, Ramona

Außerdem werden Kursschiffe künftig parallel zum Ufer anlegen und nicht wie früher aufs Ufer zulaufend. Das spare Zeit und sei besser für den Uferbereich, so Bürgermeister Matthias Weckbach. Am Steg wird später auch der schwimmende Kiosk mit Toilette auf einem Ponton liegen.

Kioskboot, Toilette und Schutzhütte

Das frühere Kiosk-Fundament an Land wird entfernt, da dort Steinschlaggefahr herrscht. Der Kiosk mit Lager und Toilette (rund 380.000 Euro, 15 Prozent Zuschuss) soll künftig während der Saison auf einem Ponton am Steg liegen. Im Winter wäre er im Bodmaner Hafen.

Ver- und Entsorgung soll über die MS Großherzog Ludwig laufen, die dafür schon umgerüstet wurde. Eine Schutzhütte mit begrüntem Dach, Sitzgelegenheiten und Infotafeln (50.000 Euro) ist beim Grillplatz am Ufer geplant. Der Bau könnte 2021 stattfinden.

Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen, stellte den aktuellen Stand und Zeitplan bei der Marienschlucht vor.
Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen, stellte den aktuellen Stand und Zeitplan bei der Marienschlucht vor. | Bild: Löffler, Ramona

Wege und Mondfels

Der Uferweg von Bodman zur Marienschlucht wird aufgrund der Gefahrensituation beim Mondfelsen noch länger gesperrt bleiben. Am Felsen folgen noch Untersuchungen, Maßnahmen fänden wohl erst 2023 statt. Im Sommer/Herbst 2020 soll ein Weg saniert werden, der von der Anlegestelle an der Schlucht ein Stück das Ufer entlang, dann zum Burghof hoch und nach Wallhausen führt. Die Kosten dafür liegen bei 328 000 Euro (50 Prozent Zuschuss).

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Bei den Wegen sei viel Handarbeit erforderlich, so Weckbach. Holzbrücken müssten neu gebaut, umgestürzte Bäume entfernt und die Wasserführung sicher gemacht werden. Zum direkten Uferweg Schlucht/Wallhausen gab es eine lange Diskussion mit dem Ergebnis, dass Konstanz die Absperrung entfernen wird.

Die Allensbacher Rätin Karin Heiligmann regte an, bei der Kostenschätzung für die Wege auch die Unterhaltungskosten einzurechnen. Weckbach will nun Referenzwerte aus allen drei Gemeinden dafür heranziehen.

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Marienschlucht-Sanierung

Hier stehen weiterhin zwei Varianten für die Wegführung im Raum. Der Weg auf Stegen am Fels auf der Zehn-Meter-Linie ist der Favorit. Die Alternative wäre oben zwischen Bäumen auf der Felskante der Schlucht mit Kanzeln, die Aussicht in die Schlucht bieten würden. Die Zehn-Meter-Linie sei für Besucher sicherer und attraktiver, so Weckbach. Der nächste Schritt sind Vermessungen im unbelaubten Zustand. Sanierungsarbeiten in der Schlucht selbst finden frühestens 2021/22 statt. Die Kostenschätzung liegt derzeit bei rund zwei Millionen Euro.

Kostenvereinbarung

Im Februar 2020 sollen die Gemeinderäte von Allensbach, Bodman-Ludwigshafen und Konstanz jeweils über eine Kostenvereinbarung beraten und abstimmen. Allensbach und Konstanz müssen außerdem noch bei einem Zuschussantrag nachziehen, den Bodman Ludwigshafen bereits für erste Maßnahmen gestellt hat.