Einen überaus reizenden Anblick bot der Park rund um das Zollhaus Ludwigshafen. Dort fand der Kunsthandwerkermarkt Augenweide statt und man muss sagen, dass der Markt seinen Namen nicht umsonst trägt: Laut Duden ist eine Augenweide ein „sehr schöner, ästhetischer Anblick, den etwas oder jemand bietet“.

Auch Holzkunst für den heimischen Garten darf bei der diesjährigen Augenweide in Ludwigshafen vor dem Zollhaus nicht fehlen.
Auch Holzkunst für den heimischen Garten darf bei der diesjährigen Augenweide in Ludwigshafen vor dem Zollhaus nicht fehlen. | Bild: Constanze Wyneken

Zunächst einmal durften natürlich die Augen staunen, war der Markt doch farbenfroh, schillernd, glitzernd, glänzend und leuchtend.

Wunderschöne, bunte Kunst in der Parkanlage vor dem Zollhaus, Ludwigshafen
Wunderschöne, bunte Kunst in der Parkanlage vor dem Zollhaus, Ludwigshafen | Bild: Constanze Wyneken

Zunächst einmal natürlich durch die Blütenpracht der Parkanlage, aber auch durch die überaus phantasievoll gestalteten Marktstände und die in, vor und um ihnen platzierten Kunstgegenstände und Waren. Auch auf den Wiesen wurden Kunstinstallationen und wunderschöne Artikel präsentiert. Und der Bodensee bot eine wonnige Sommerkulisse im Hintergrund.

v.l. Luitgard Bodenschatz, Rese Pratzwich, Jürgen Bodenschatz. Luitgard malt selber und ist darum von den Farben gefesselt und von der Geduld, die es für diese Arbeiten braucht, beeindruckt (Stand RP Patchworkarbeiten)
v.l. Luitgard Bodenschatz, Rese Pratzwich, Jürgen Bodenschatz. Luitgard malt selber und ist darum von den Farben gefesselt und von der Geduld, die es für diese Arbeiten braucht, beeindruckt (Stand RP Patchworkarbeiten) | Bild: Constanze Wyneken

Auch zum Tasten und Fühlen gab es alles, was das Herz begehrt: weiche Stoffe, spannende Texturen, gleitende Formen, reizende Kinkerlitzchen (die man unbedingt berühren muss) und schmeichelnde, kühlende Wasser – nicht zuletzt, wenn man zwischendurch mal schnell in den See hüpfen wollte.

Lustige Ideen und Wasserspiele vor dem Wasser
Lustige Ideen und Wasserspiele vor dem Wasser | Bild: Constanze Wyneken

Sommerduft lag an solch einem schwebenden Augustwochenende ohnehin in der Luft, aber Stände mit handgefertigten Seifen, Gewürzen, Bonbons, Ölen, Likören, Chutneys oder Konfitüren sprachen die olfaktorische Wahrnehmung an und luden ein zum Beschnuppern und dann auch zum Probieren.

v.li. Richard Hazotte, Markus Lukkanek: Probieren geht über Studieren! (hier am Stand von Charlottes Selbstgemachtes)
v.li. Richard Hazotte, Markus Lukkanek: Probieren geht über Studieren! (hier am Stand von Charlottes Selbstgemachtes) | Bild: Constanze Wyneken

Der Geschmackssinn konnte dann auch herrlich im Zollhaus befriedet werden, wo kulinarische Köstlichkeiten geboten wurden.

v.li. Steffi & Mark (ohne Nachnamen) begeistern das Publikum auf dem seltenen Instrument „Chapman Stick“
v.li. Steffi & Mark (ohne Nachnamen) begeistern das Publikum auf dem seltenen Instrument „Chapman Stick“ | Bild: Constanze Wyneken

Zu guter Letzt gab es auch noch etwas auf die Ohren. Die beiden Künstler Steffi aus Ulm und Mark aus Austin, Texas, waren gekommen, um auf Instrumenten aufzuspielen, die noch kaum jemand zuvor gesehen hatte: den Chapman Sticks.

Blick auf die Flaneure bei der „Augenweide“
Blick auf die Flaneure bei der „Augenweide“ | Bild: Constanze Wyneken

„Man benötigt zum Spielen nicht, wie bei der Gitarre, kräftige Hornhaut auf den Fingern. Aber natürlich muss man auch viel üben um virtuos zu werden,“ sagte Mark lachend. Es gebe auf der Welt nur 70 solche Instrumente und Steffi und Mark seien die Einzigen, die als Duo unterwegs sind und das weltweit.

Pia Schächterle kommt jedes Jahr von Villingen-Schwenningen zur Augenweide.
Pia Schächterle kommt jedes Jahr von Villingen-Schwenningen zur Augenweide. | Bild: Constanze Wyneken

Die Veranstalter Veronika Jäger und Jürgen Mayer zeigten sich überaus zufrieden über die Stimmung und die Atmosphäre des Marktes: „Wir freuen uns, hier sein zu dürfen und sind glücklich, dass es den Besuchern so gut gefällt.

Auch der Duftsinn wird angesprochen! Am Stand von Ruth und Eberhard Laepple kann man sich durchschnuppern (leider ohne Namen der Schnuppernden).
Auch der Duftsinn wird angesprochen! Am Stand von Ruth und Eberhard Laepple kann man sich durchschnuppern (leider ohne Namen der Schnuppernden). | Bild: Constanze Wyneken

Wir haben versucht, eine bunte Mischung an Ausstellern einzuladen, so dass es ein gutes Gleichgewicht gibt und nicht von Vielem das Gleiche angeboten wird.“ Vor Anfragen können sich die Veranstalter nämlich kaum retten.

Elke Bartsch und ihre „vielen kleinen, netten Dinge“ genießen den Tag.
Elke Bartsch und ihre „vielen kleinen, netten Dinge“ genießen den Tag. | Bild: Constanze Wyneken

Aber sie sind der Meinung, dass die etwa 90 Stände vollauf genügen um eine bunte Mischung zu bieten und so jeden anzusprechen. „Es ist von allem was dabei, was das Leben schöner macht“, freut sich Veronika Jäger.

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