Die Wassersportfreunde Ludwigshafen lieben und pflegen nicht nur ihre Boote, sie sind auch an Land sehr aktiv und engagieren sich zum Wohle der Allgemeinheit. Jedes Jahr haben die Mitglieder mehrere Arbeitseinsätze zur Uferpflege und Instandhaltung des Steges. Im vergangenen Jahr stellten sie ein Insektenhotel auf und beteiligten sich mit einem Kinder- und Jugendtag am Kinderferienprogramm. Der Vorsitzende Kurt Pfundner übergab nun nach 28 Jahren sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Roland Schober.

Steganlage über natürlichem Seegrund

Nicht nur im Vorstand ist der Zusammenhalt gut, was auch daran liegen mag, dass der Verein nur 30 Mitglieder hat. Dass zur 47. Hauptversammlung im Bodenseehotel Krone gut 50 Teilnehmer kamen, lag wohl an der Entgegennahme der Liegeplatzanträge für einen Gastplatz. Der Verein hat genau 30 Liegeplätze. Diese müssen laut Satzung zunächst den Mitgliedern angeboten werden. Sollte ein Mitglied den Platz für einige Zeit oder eine Saison nicht benötigen, wird dieser an Gäste verpachtet. Alle Plätze werden jährlich auf Antrag neu vergeben. Die Liegeplatzvergabe findet meist eine Woche nach der Hauptversammlung statt. Boote mit einem Tiefgang von mehr als 70 bis 80 Zentimetern hätten nur eine geringe Chance auf einen Liegeplatz, erklärte Kurt Pfundner. Die Steganlage der Wassersportfreunde liege über natürlichem Seegrund, sei also nicht ausgebaggert und so den wechselnden Wasserständen ausgesetzt.

Neues Mitglied mit Zugboot

Pfundner nahm als letzte Amtshandlung ein neues Mitglied auf: „Seit über elf Jahren hilft Olaf Hübner mit allen Gerätschaften, wenn und egal wo man ihn braucht. Er war einer der Ersten, der ein Zugboot für das Jugendboot zur Verfügung gestellt hat. Und diejenigen, die so ein zugkräftiges Boot haben, haben immer einen Vorteil im Verein.“ Dann übergab er symbolisch ein Steuerrad an Roland Schober, der versprach, er werde das Rad immer so einschlagen, dass es zum Wohle des Vereins sei.

Zwei neue Ehrenmitglieder

Schober ernannte Josef Zimmermann und Kurt Pfundner zu Ehrenmitgliedern und sagte anerkennend, sie seien immer als Einheit aufgetreten und hätten viele Vorhaben verwirklicht. Er spannte einen Bogen vom Bojengeschirr, das den Boden nicht mehr aufwirbelte, bis hin zum Insektenhotel, das sie als ihr letztes Projekt gemeinsam gebaut und aufgestellt hätten. „Ihr wolltet der Natur immer was zurückzugeben, das war euch wichtig.“ Beide seien intensiv mit der Planung des Schwimmsteges befasst gewesen, der 2003 eingeweiht wurde, hätten unzählige Arbeitseinsätze am Steg und den Uferwegen absolviert und alles in Ordnung gehalten. „Ihr habt immer selbst angepackt und bleibt uns hoffentlich noch lange mit Rat und Tat erhalten.“

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Nachdem der Vorstand entlastet worden war und die Wahlen problemlos verlaufen waren, gratulierte Bürgermeister Matthias Weckbach allen und dankte den Ehrenmitgliedern für die tolle Zusammenarbeit. Er lobte die Entwicklung von fünf Liegeplätzen im Bojenfeld zur Steganlage mit 30 Plätzen. „Die Anlage ist immer einwandfrei in Schuss.“ Er erwähnte die Fahrradabstellplätze, sagte, eine Garage am Schlössleparkplatz sei ohne Weiteres möglich. Und dass die Wassersportfreunde die Toilettenanlage im Schlösslepark nutzen wollten, wenn diese nicht öffentlich genutzt werde, sei ihm ganz recht. „Stehendes Wasser durch Nichtnutzung ist nicht gut. Wir kriegen eine Lösung hin. Ich freue mich, dass das so gut klappt“, sagte Weckbach.