Um eine Attraktion reicher präsentiert sich seit dem Wochenende der Schlösslepark in Ludwigshafen. Vor viel Publikum übergab Bürgermeister Matthias Weckbach der Öffentlichkeit in dem weitläufigen Park ein Spieleland. Kleinkinder können sich dort an Spielgeräten austoben, Ältere sich dem Boulespiel auf einer zweibahnigen Anlage oder dem Tischtennis widmen. Die Gemeinde hat dafür 60 000 Euro investiert, außerdem übergab der Touristik-Förderverein Ludwigshafen eine Spende in Höhe von 5000 Euro. Mit dem Spieleland wurde das von Gemeindeförster Alexander Fischer entwickelte Konzept für die Biovernetzung vorgestellt.

In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Weckbach, dass der Gemeinderat beschlossen habe, den in die Jahre gekommenen, nicht mehr zeitgemäßen und den Vorschriften widersprechenden Spielplatz im Schlösslepark abzureißen und stattdessen am Eingang zu den vorderen Uferanlagen einen Welterbe-Spielplatz zu bauen. Auf Bitten von Eltern sollte aber ein Spielpunkt für Kleinkinder auf dem bisherigen Gelände geschaffen werden. Man habe dann Nägel mit Köpfen gemacht und gleich ein Spieleland geschaffen. Der Touristik-Förderverein unterhalte Verleih-Sets von Boule-Kugeln und Tischtennisschlägern, die in der Tourist-Info während der Öffnungszeiten abgeholt werden können. Bürgermeister Weckbach würdigte in seiner Rede insbesondere die Arbeit dieses Fördervereins: Die Touristen hätten nur in den Ferien das Glück, von dessen Arbeit zu profitieren, die Einheimischen dagegen 365 Tage im Jahr.

"Damit die Gäste uns wegen des Sees und schönen Natur besuchen, hat unser Förster Alexander Fischer ein Konzept ausgearbeitet, das die Biotopvernetzung verbessert und Lebensräume erhält", erklärte Weckbach weiter. Dabei habe man bewusst die Bepflanzung angepasst, um Insektenkorridore zwischen den Biotopen zu schaffen. Mit dem neuen Programm wolle man auch Verbuschungen wegen mangelnder Bewirtschaftung von Grundstückseigentümern verhindern. Als Teil dieses Konzepts seien auch die Nistkästen für Vögel zu sehen, die neben der Verknüpfung von Lebensräumen auch den Fortbestand dieser sichern sollen, sagte Weckbach. Insgesamt wurden 54 gespendete Nisthilfen in beiden Ortsteilen installiert. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeförsterei eröffneten die Wassersportfreunde Ludwigshafen nahe ihrer Steganlage außerdem ein Insektenhotel.