Die Summe sorgte für Stirnrunzeln: Fast 350 000 Euro kostet die Sanierung der denkmalgeschützen Friedhofsmauer in Ludwigshafen. Dies erklärte Ortsbaumeister Ralf Volber in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ob es 88 000 Euro Fördermittel gibt, sei noch nicht klar. Die Entscheidung fällt Mitte 2020.

Sonja Hildebrand (Freie Wähler) warf ein, dass ihr diese Summe „exorbitant hoch“ vorkomme. Sie sah in der Auflistung, dass manche Arbeiten zu hoch, aber andere dafür günstig angegeben seien. Sie brachte auch die Frage auf, warum sich die Gemeinde an bestimmte Vorgaben halten müsse, wenn es am Ende vielleicht gar keinen Zuschuss gebe. Volber sagte aber ganz klar: „Ich sehe uns an die Denkmalschutzbehörde gebunden.“ Die Gemeinde mache bereits seit Jahren an diesem Thema herum, sagte er allgemein zur Mauer.

Alessandro Ribaudo (CDU) betonte: „Wir müssen die Mauer richten. Sie ist ein Schandfleck.“ Er regte aber an, ob es nicht möglich sei, die Mauer aus dem Denkmalschutz rauszubekommen, damit es nicht so viele Auflagen bei der Sanierung gebe. Christoph Leiz (Grüne) schloss sich seinen beiden Ratskollegen an.

Bürgermeister Matthias Weckbach sprach noch an, dass die Mauer ergänzt werden müsste: „Wir sollten die Teilbereiche des Friedhofs ohne Mauer an der Bundesstraße schließen.“ Das solle Teil der Ausschreibung werden. Vorausblickend erwähnte er auch, dass noch weitere große Ausgaben in den nächsten Jahren kommen, wenn Arbeiten an der Aussegnungshalle anstehen und die Wege gerichtet sowie neu angeordnet werden.

Am Ende beschloss der Gemeinderat, die kompletten Kosten für die Mauer-Sanierung in den Haushalt einzustellen. Die Hoffnung liegt dennoch auf einem Zuschuss.