Schon in seinem Namen stecke ein Teil seiner Biografie, sagt der in Nenzingen lebende Werbefachmann Peter Zahnt von sich. Für Stein und Härte stehe Peter und Za(h)rt für Sensibilität. Von Musen inspiriert, entwickelte er schnell originelle Ideen und kreative Gestaltungskonzepte Er erforscht und ergründet Menschen und beschäftigt sich leidenschaftlich mit der Darstellung dieser Spezies unter dem Motto: "Lieber vom Zahrt gemalt als vom Schicksal gezeichnet."

In über 50 Jahren konnte er seine grafischen, illustrativen Fähigkeiten perfektionieren. Sowohl seine werblichen als auch künstlerischen Leistungen fanden internationale Anerkennung in Form von Auszeichnungen, Ankäufen, anspruchsvollen Aufträgen und mittlerweile in über 130 Ausstellungen im In- und Ausland. In Konstanz wurde er bekannt durch diverse Aktionen. So verlegte er zusammen mit Bruno Epple und Hans Sauerberuch eine Kunstmappe für den Kinderschutzbund. In seiner Landschaftsmalerei dominieren Steine und Wasser, Inspiration und Schaffenskraft holt er sich bei Wanderungen. Mit realistischer Handschrift malt er auch Tafel- und Panoramabilder. Seine Arbeiten verraten Wissen, Können und viel Humor.

Seit er in der Stockacher Nachbarschaft seine Zelte aufgeschlagen hat, widmet er sich mit sogenannten Zahrttoons überwiegend der beißenden und auch schrägen Satire und rückt etwas in die Nähe von Peter Lenk. So hat er sich auch der politischen Satire verschrieben. Früher mit sozialkritischen, umweltpolitischen Inhalten, heute mit schrägen, komischen, witzigen Arbeiten mit Zahrttoons.

Peter Zahrt zeigt im Rathaus Ludwigshafen Bilder und Karikaturen, die den Betrachter zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken zwingen. Bild: Friedrich W. Strub
Peter Zahrt zeigt im Rathaus Ludwigshafen Bilder und Karikaturen, die den Betrachter zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken zwingen. Bild: Friedrich W. Strub | Bild: Friedrich W. Strub

So widmet er sich mit großer Lust "Zahrt-Bitter" dem Zeitgeschehen. Es entstehen Bilder und Karikaturen, die zum herzhaften Lachen verführen, aber auch moralisch gegen die Kniescheibe treten. Da er sich eben ernsthaft mit dem Menschen beschäftigt, blieb es nicht aus, dass er sich zu einem Meister des Porträts entwickelt hat. In der gut besuchten Vernissage zu seiner Ausstellung im Rathaus Ludwigshafen lernte man ihn ausschließlich von dieser Seite kennen, sozusagen – wie er auch selbst von sich sagt – als Hofnarr, Clown, Bespaßungskünstler und malender Kabarettist. Ja, es sind wirklich schräge, komische, lustige, satirische Gemälde, Bilder, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen und zum befreiten Lachen.

Es sind Bilder für Augen, Hirn und Zwerchfell, die auf zwei Stockwerken in verschiedenen Größen zu sehen sind. Bei der Vernissage bedankte sich der Künstler bei der Gemeinde, insbesondere bei Bürgermeister Matthias Weckbach, für die Großzügigkeit, die Ausstellung kostenlos zeigen zu dürfen. Deshalb wird auch kein Eintritt verlangt.

Die Ausstellung ist noch bis zum Freitag, 28. September, während der üblichen Rathaus-Dienstzeiten zu besichtigen