Seit Gründung der Internationalen Wassersportgemeinschaft Bodensee (IWGB) im Januar 1985 ist ein zentrales Anliegen der IWGB ein aktives Engagement im Umweltschutz. Weil eine Zertifizierung mit der blauen Flagge, die in Österreich und in der Schweiz vergeben wird, nicht möglich war, hat die IWGB mit dem blauen Anker eine eigene Umweltauszeichnung geschaffen.

Seitdem werden jedes Jahr Häfen am Bodensee, die sich dem Umweltschutz verpflichtet fühlen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, nach eingehender Prüfung mit dem blauen Anker ausgezeichnet.

Diese Vereine werden ausgezeichnet

In diesem Jahr wurden bei Verleihungsfeiern am 6. Juni in Ludwigshafen und am 8. Juni in Bodman folgende sechs Wassersportvereine ausgezeichnet: Yachtclub Ludwigshafen Bodensee, der Gemeindehafen Ludwigshafen, Segelclub Bodman, Yachtclub Stockach, Marine und Regattaverein Konstanz und die Wassersportgemeinschaft Konstanz-Egg. Die Organisatoren wollen damit Vereinen und Hafenbetreibern Zertifizierungsmöglichkeiten an die Hand geben, ihren Hafen nach Umwelt-, Sicherheits- und Ausstattungsaspekten durch ein Audit zertifizieren zu lassen.

In Vertretung von Bürgermeister Matthias Weckbach hieß Bettina Keller von der Gemeindeverwaltung auf der Plattform des YLB die Vertreter der IWGB und der eingeladenen Vereine willkommen: den Vorsitzenden der IWGB, Edgar Raff (Sipplingen), IWGB-Umweltreferent Hans Plättner-Hochwarth (Lahr), Auditor Jürgen Jänicke vom Projekt Blauer Anker (Konstanz). Sie bedankte sich beim Präsidenten des YLB, Andreas Rietschel, für die Ausrichtung der Verleihungsfeier.

Umweltengagement wird von Behörden gewürdigt

In seiner Ansprache sagte Hans Plättner-Hochwarth, dass erstmals eine Verleihungsfeier im Gemeindehafen Ludwigshafen stattfinde. Er habe sich damit in die Reihe der vier bereits mehrfach mit dem blauen Anker ausgezeichneten Häfen eingefügt. Die IWGB habe mit ihrem Projekt "Blauer Anker" endlich ein wichtiges Ziel erreicht: die Anerkennung der Arbeit der Vereine im Umweltschutz durch Verbände und Behörden.

Nun heiße es, nicht gegeneinander, sondern miteinander für den Umweltschutz zu arbeiten. Die Aufgabe der Vorstände und Umweltbeauftragten sei es nun, dies und auch die Verleihung des "Blauen Anker 2018" an ihre Mitglieder zu vermitteln, damit auch die Zweifler vom Sinn und Zweck dieser Aktion überzeugt werden.

Auf die Größe der Anlage kommt es nicht an

"Es freut uns sehr, dass bei den Flaggen-Vereinen im Überlinger See ein so breites Spektrum an umweltgerecht geführten Vereinen zusammen kommt", sagte Plättner-Hochwarth und erwähnte, dass in diesem Jahr noch der Hafen des Segelclubs Bodman hinzu komme, der jedoch zum ersten Mal die Verleihungsfeier im eigenen Rahmen veranstalten möchte.

Die Größe einer Wassersportanlage sei nicht allein entscheidend für die Zertifizierung, sondern vor allem der gelebte Umweltgedanke bei der Ausübung des Hobbys in einem herrlichen Revier, sagte das für die Umwelt bei der IWGB verantwortliche Vorstandsmitglied abschließend.

Es folgte die Übergabe der Verleihungsurkunde an die ausgezeichneten Vereine durch Jürgen Jänicke vom Projekt Blauer Anker, nachdem ihnen die Flagge für 2018 bereits zuvor überreicht worden war. Da sich an diesem Abend die Gewitterfront etwas nach Nordwesten verschoben hatte, konnten die Mitglieder der Vereine die Feierstunde auf der Plattform im Freien bei angenehmen Temperaturen und mit Aufmerksamkeiten aus Küche und Keller beschließen.