Es geht weiter: Der Gemeinderat hat sich zur Echt Bodensee Card (EBC) bekannt. Damit führt Bodman-Ludwigshafen auch sein Alleinstellungsmerkmal unter den Teilnehmergemeinden von Gästekarten am Bodensee fort. Denn in keiner anderen Gemeinde gebe es gleichzeitig die EBC und die Bodenseecard West, erklärte Anna Maucher, Leiterin der Tourist-Info, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Nur Gäste hier können die Vorteile in beiden Landkreisen nutzen“, betonte sie und sprach sich dafür aus, die EBC zu behalten.

Die Gemeinde gehört zu den Gründungsmitgliedern der EBC und hätte auf Jahresende die Möglichkeit zu kündigen – oder zwei Jahre weiterzumachen. Anna Maucher erläuterte dies mit einem kurzen Überblick über die Entwicklung der EBC in der Ratssitzung. Aktuell sind neun Gemeinden dabei: Bodman-Ludwigshafen, Sipplingen, Langenargen, Eriskirch, Nonnenhorn, Wasserburg, Heiligenberg, Frickingen und Immenstaad. Die Karte gilt also hauptsächlich im Bodenseekreis, während der Landkreis Konstanz die Bodenseecard West hat.

„Wir sind zuversichtlich, dass 2020 weitere Partner dazu kommen“, so Anna Maucher zur EBC. Sie hoffe auch, dass es irgendwann nur noch eine Karte für den gesamten Bodensee gebe: „Der Gast denkt nicht in Landkreisen.“ Bei einer Umfrage unter den Gastgebern habe sich die Mehrheit für das Behalten der EBC ausgesprochen.

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Robert Hermann (CDU) sagte, er empfände es als Rückschritt, wenn sich die Gemeinde aus der EBC zurückzöge. Ihm sei nur ein Sonderkündigungsrecht wichtig, falls der Beitrag steige. Klaus Gohl (Freie Wähler) war derselben Meinung: „Es wäre Blödsinn, wenn wir jetzt rausgehen.“ Er stimmte Anna Maucher zu, dass der Gast nur den Bodensee sehe und die Grenze zwischen den Landkreisen nicht verstehe. „Es gibt kein Zurück. Wir müssen eher daran arbeiten, dass es nur noch eine Karte gibt.“ So entschied das Gremium schließlich einstimmig, die EBC fortzuführen.

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Der Touristik Förderverein Ludwigshafen hatte zwei Tage vor der Gemeinderatssitzung seine Hauptversammlung. Dort war die Hoffnung auf das Behalten der EBC groß, zu der Anna Maucher sagte, dass die Akzeptanz durch auf die Umstellung von der Chipkarte auf Papier gestiegen sei. Auch der Tourismusausschuss hatte sich im April für die EBC ausgesprochen.

Verein unterstützt viele Anschaffungen

In der Versammlung des Vereins nannte Kassiererin Bettina Jäger-Gönner eine ganze Reihe von Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr. So konnte der Verein zum Beispiel bei den Grillfesten 3000 Euro Gewinn machen und unter anderem die Einrichtung des Büchertauschregals neben dem Spielplatz am Ufer in Ludwigshafen mit 900 Euro unterstützen. Die Lenk-Führungen seien sehr erfolgreich gewesen. Auf Spendenbasis habe der Verein dabei von den Teilnehmern rund 710 Euro bekommen. „Das zeigt, das wir mehr machen, als manchen bewusst ist“, fasste sie zusammen. Es sei ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen. Die Kassenprüfer Anni Thum und Claudia Maden bescheinigten Bettina Jäger-Gönner eine vorbildliche Kassenführung.

Der Vorsitzende Oliver Thum erzählte vom Arbeitseinsatz im Gießbachtobel und dass es eine engagierte Truppe aus Helfern im Alter von 20 bis 70 Jahren gebe. Zur neuen Boule-Bahn, die der Verein unterstützt hat, sagte er: „Ich habe das Gefühl, sie wird gut angenommen.“ Wie 2018 will sich der Verein auch dieses Jahr wieder am Sommerferienprogramm beteiligen. Das Fischmobil habe sehr gute Resonanz, so Thum. Auch die Gästebegrüßungsfahrten seien sehr beliebt und „die Lenk-Führungen haben enorm zugelegt“. Thum selbst gehört zu denen, die diese Führungen geben. Im Bericht aus der Touristinformation sagte Anna Maucher unter anderem, dass die Ortsführungen in Bodman ausgebaut werden und diese sich auch für Einheimische anböten.

Idee für Boule-Turnier

In der kommenden Zeit stehen verschiedene Termin an. Der erste Arbeitseinsatz im Bereich Schlucht, Guggenbühl und Römerbrunnen findet am Samstag, 25. Mai, statt und der erste Grillabend mit einer Brassband ist am Dienstag, 25. Juni. Der neu gewählte Kassenprüfer Dietmar Specht regte ein Boule-Tournier mit Vorrunden und Finale an. Die Anlage sei toll, aber werde noch zu wenig genutzt. Er sprach sich außerdem für eine frühzeitige Zusammenarbeit mit Überlingen in Hinblick auf die Landesgartenschau aus.