Ein Mal Ja und ein Mal Nein: Der Gemeinderat hatte den Bodmaner Uferpark in seiner jüngsten Sitzung gleich zwei Mal auf der Tagesordnung, doch nur eine Idee kam gut an. Auf einer geraden Linie auf voller Länge des Parks wird nun eine Beregnungsanlage eingebaut. Diese kann an 15 Stellen in einem Radius von neun Metern Wiese und Blumenfelder bewässern.

So könnten künftig mehr Blumen gepflanzt werden, was mit normalen Sprinklern nicht zu bewältigen gewesen wäre, erklärte Ortsbaumeister Ralf Volber. Die Gemeinde verfüge auch über die Mittel für die Anschaffung, da der Bau der Außenanlagen an der Grundschule Bodman wegen einer Denkmalschutzfrage auf Eis liege. Denn eigentlich war die Beregnungsanlage im Frühling zurückgestellt worden.

Sonja Hildebrand (Freie Wähler) hatte nur Bedenken, ob mit schweren Fahrzeugen dann bei Bedarf auf der Wiese gefahren werden könne. Volber ging davon aus, dass alles stabil genug ist, nahm den Hinweis aber auf. Christoph Leiz (Grüne) sprach an, dass auf Bäume und deren Wurzeln geachtet werden müsse. „Wir werden das beim Graben berücksichtigen“, versicherte Volber.

Auf der ganzen Länge des Uferparks soll eine Beregnungsanlage angebracht werden. Sie wird etwa auf der Linie dieser Blickrichtung laufen.
Auf der ganzen Länge des Uferparks soll eine Beregnungsanlage angebracht werden. Sie wird etwa auf der Linie dieser Blickrichtung laufen. | Bild: Löffler, Ramona

Leiz betonte außerdem, dass Fußgänger nicht nass werden sollten. Es werde alles so gemacht, dass keine Wege betroffen seien, sagte Bürgermeister Matthias Weckbach. Die Anlage kommt nun also. Die Kosten liegen bei rund 58 000 Euro.

Ein Antrag der Grünen-Fraktion zum Uferpark hatte jedoch keine gute Resonanz. Es ging um eine Erweiterung des Spielplatzes direkt am Ufer auf Höhe der Schächer-Kapelle – ein Spielpunkt, wie Weckbach ihn nennt. Es gab zunächst ein Missverständnis, wo genau die beantragte Rutsche und ein Sandhaufen hin sollen. Zu einer Rutsche unten an den Häuschen sagte Weckbach, dass es zu gefährlich wäre, wenn Kinder dort bei hohem Wasserstand in den See rutschen. Die Versicherung habe darauf bereits früher hingewiesen.

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Die Grünen möchten Rutsche und Sand jedoch nicht direkt am Wasser, sondern auf der anderen Seite des Wegs, wo eine Hecke und ein Mülleimer stehen. „Dort gibt es kein Gefahrenpotenzial bei Hochwasser„, argumentierte Christoph Leiz (Grüne), der betonte, wie gut der Spielplatz frequentiert sei. Es gebe dort durch einen Baum auch Schatten.

Alessandro Ribaudo (CDU) warf ein, dass der künftige Spielplatz auf der Außenanlage der Grundschule Bodman eventuell öffentlich nutzbar sein werde. Es gebe außerdem neben dem Spielplatz am Hafen noch den im Steinäcker. „Bodman ist gut versorgt“, fasste er zusammen. Lieber sollten alle bestehenden Plätze gepflegt werden, anstatt den Spielpunkt im Uferpark zu erweitern, ergänzte er.

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Sonja Hildebrand (Freie Wähler) wies darauf hin, dass es ohnehin schon viel Arbeit mache, dass der Spielpunkt so bleibe, wie er sei, weil er in der Wasserwechselzone liege. Claudia Brackmeyer (SPD) sagte: „Es ist viel wichtiger, dass der Sand immer in Ordnung ist.“ Sie sei mit ihren Enkeln häufig dort und erzählte, wie groß deren Freude über die Spielgeräte sei.

Weckbach erwähnte in der Diskussion auch noch andere Pläne der Gemeinde, zum Beispiel einen Ersatz für die weggefallene Skateranlage: „Ich finde es wichtiger, für diese Altersgruppen etwas zu machen, weil sie kein Angebot haben.“

Letztendlich stimmten nur die beiden grünen Gemeinderäte für die Rutsche und den Sandhaufen. Alle anderen Mitglieder des Gremiums waren dagegen oder enthielten sich.

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