Mit einem der schönen Marienlieder, über die die katholische Kirche verfügt, wurde am vergangenen Sonntag ein Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche in Bodman eröffnet.

Der Leiter der Seelsorgeeinheit Seeend, Pfarrer Nikolaus Böhler, hat anlässlich des Festtages Mariä Geburt zahlreiche „Freunde Mariens“ begrüßt, darunter unter anderem die gräfliche Familie aus Bodman. Die Menschen feierten mit dem Gottesdienst das Patrozinium der oberhalb von Bodman gelegenen Wallfahrtskapelle auf dem Frauenberg.

Zu diesem besonderen Anlass hatte der emeritierte Freiburger Weihbischof Paul Wehrle, der in Liggeringen wohnt, die Predigt im Gottesdienst übernommen. Er zelebrierte ihn gemeinsam mit Pfarrer Nikolaus Böhler und Pfarrer i.R. Fritz Ott.

Von jedem Patrozinium gehe ein Impuls für das Glaubensleben aus, erklärte Paul Wehrle unter anderem, und dies sei besonders wichtig in einer Zeit, in der viele nicht mehr wüssten, worauf sie sich noch verlassen könnten. Christen, so fuhr der Weihbischof fort, bräuchten sich auch in unruhigen Zeiten „nicht ins Bockshorn jagen zu lassen“. Sie hätten eine Botschaft zu verkünden, „mit der der Himmel über den Menschen offen gehalten“ werde.

Mit Blick auf den Festtag Mariä Geburt nannte Paul Wehrle Wallfahrtsorte wie den Frauenberg, „Orte des innigen Gebets“. Sie seien in einer unruhigen Zeit wie heute wichtig für die Kirche.

Der Gottesdienst in der Pfarrkirche wurde vom Chor der auf dem Frauenberg ansässigen Glaubensgemeinschaft Agnus Dei musikalisch umrahmt, an der Orgel wurden die Sänger begleitet von Andreas Bernhard. Der Gottesdienst klang eben so schön aus wie er begonnen hatte, mit einem weiteren Marienlied.

Auch am Sonntagnachmittag haben sich trotz unfreundlicher Witterung zahlreiche Gläubige auf dem Frauenberg versammelt. In der Wallfahrtskapelle dort fand die traditionelle Andacht des Patroziniumtages statt.