Am kommenden Sonntag, 2. September, geht in Ludwigshafen eine der letzten großen Freilichtveranstaltungen über die Bühne: Der Dorfhock der Freiwilligen Feuerwehr der Abteilung Ludwigshafen. Es ist in diesem Jahr ein besonderer Tag, sind es doch schon 40 Jahre her, dass dieses Fest von den heutigen Ehrenkommandanten der Wehr, Erwin Thum und Dieter Senger, ins Leben gerufen wurde.

Ein Fest für den ganzen Ort

Es sollte nicht ausschließlich ein Feuerwehrhock sein, sondern ein Fest der Feuerwehr für den ganzen Ort. Die Männer und Frauen der Abteilung Ludwigshafen wollen sich der Bevölkerung vorstellen und sie zu sich einladen und zeigen, dass sie Teil dieser Ortsgemeinschaft sind, der sie als Mitglied der Feuerwehr dienen und bei Gefahr zur Hilfe eilen.

Im und um das Feuerwehrhaus Ludwigshafen geht es am kommenden Sonntag beim 40. Dorfhock wieder hoch her. Unsere Aufnahme zeigt eine Impression aus dem vergangenen Jahr.
Im und um das Feuerwehrhaus Ludwigshafen geht es am kommenden Sonntag beim 40. Dorfhock wieder hoch her. Unsere Aufnahme zeigt eine Impression aus dem vergangenen Jahr. | Bild: Friedrich W. Strub

Darüber hinaus war es die Absicht der Gründer, dass sich die Feuerwehrleute aus der näheren und weiteren Umgebung zu einem Austausch zusammenfinden. Was etwas bescheiden begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Veranstaltung mit Volksfest-Charakter entwickelt.

Viele Vertreter anderer Feuerwehren dabei

Jedes Jahr finden sich deshalb zahlreiche Vertreter von Feuerwehren von weither und sogar aus dem benachbarten Österreich auf dem Festplatz im Schoren ein. Seit der Gründung kümmert sich Dieter Senger nach wie vor um die Organisation des Dorfhocks, verschickt Einladungen in alle Richtungen und empfängt die Gäste persönlich.

Die historische Kanone fällt diesmal aus

Ausgerechnet zum runden Geburtstag des Hocks zum und Bedauern des Veranstalters kann Gemeindekanonier Josef Zimmermann nicht den Festbeginn mit der historischen Kanone einschießen. Das Beschussamt in Ulm den beiden Kanonen in Ludwigshafen und Bodman die TÜV-Plakette aufgrund der neuen Bestimmungen zur technischen Ausstattung zunächst verweigert. Die Nachrüstung der Kanone verzögert sich. Zimmermann ist aber guter Hoffnung, dass seine Kanone bis zum Hafenfest im Juni kommenden Jahres wieder feuerbereit sein kann.

Bei den Besuchern bleibt die Küche kalt

Seit der Partnerschaft mit der sächsischen Stadt Mügeln gehört eine Abordnung der dortigen Feuerwehr zur regelmäßigen Besuchergruppe des Dorfhocks. Immer mit dabei Bürgermeister Gotthard Deuse, der nach seinem altersgemäßen Ausscheiden auch als Altbürgermeister der Feuerwehr am See-Ende die Treue hält, zumal er inzwischen zum Ehrenmitglied der Feuerwehr ernannt wurde.

Ein enges freundschaftliches Verhältnis besteht auch mit der Feuerwehr Sonntagberg-Rosenau (Niederösterreich), die von Dieter Senger begründet wurde und die von ihm jedes Jahr besucht wird. Angekündigt haben sich wieder zahlreiche Wehren mit ihren Kommandanten aus der Umgebung.

Schutz vor Regen

Beim Dorfhock zeigen die Mitglieder der Feuerwehr, dass sie auch der Kochkünste mächtig sind. Deshalb bleibt am Sonntag bei vielen Familien die Küche kalt, stattdessen lassen sie es sich bei den Floriansjüngern schmecken, die nachmittags auch zu Kaffee und selbst gebackenem Kuchen einladen, während "Thommy von der Tanke" als Alleinunterhalter für Stimmung sorgt und die Brass-Band ablöst, die den Frühschoppen bestreitet und auch bis in den frühen Nachmittag im Einsatz ist.

Sollte es – was bei der Feuerwehr bisher sehr selten der Fall war – regnen, werden sich die aufgestellten Sonnenschirme in Regenschutz verwandeln. Zum Daheimbleiben soll am Sonntag also kein Grund bestehen.