Laut der Tagesordnung ging es eigentlich um eine erneute Offenlage in der vorliegenden Fassung. Doch es gab einige Kritik aus dem Gremium. Die beauftragte Planerin betonte den dörflichen Charakter mit vielen Kulturdenkmalen in diesem Bereich von Bodman. Sie stellte alle Änderungen vor, zum Beispiel eine Anpassung von Baufenstern.

Dabei ging es auch darum, dass zuletzt ein Mischgebiet vorgesehen war, sich aber „Besonderes Wohngebiet“ anbiete, da dort nicht mehr so viel Gewerbe sei. Dieses würde Wohnen und eine Entwicklung der Betriebe sowie Gastromonie ermöglichen. Es ging auch um die Anzahl der Stockwerke von Gebäuden und in Hinblick auf den großen Parkplatz um das Thema Immissionen. Hier kamen Bedenken im Gremium auf, dass Anwohner neue Fenster einbauen lassen müssten oder diese nicht mehr öffnen dürften. „Ich würde mir das Fenster öffnen nicht verbieten lassen“, sagte Gabriele Zwisler (FDP). Es gelte aber Bestandschutz, erklärte die Planerin.

Klaus Gohl (Freie Wähler) warf die Frage auf, ob ein Mischgebiet oder „Urbanes Gebiet“ nicht doch besser wäre, weil sonst neues Gewerbe im Geltungsbereich des Bebauungsplans ausgeschlossen würde. Bürgermeister Matthias Weckbach sah da allerdings keine Probleme. Um die Grünflächen der Grundstücke an der Seestraße entbrannte eine Diskussion, inwiefern dort Vorgaben gemacht werden könnten oder sollten. Weckbach ist ein einheitliches städtebauliches Bild wichtig.

Schließlich stimmte das Gremium dafür, Baufenster anzupassen und den Plan in die erneute Offenlage zu geben.