Die Aktivitäten des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs Seeadler finden im Wesentlichen in den Lüften statt. Lautlos gleiten Drachen und Schirme hoch über dem Erdboden am Himmel. Auch wenn man das ganze Jahr über nicht viel Spektakuläres von den Seeadlern zu hören bekommt, gehört der Verein doch zu den aktivsten. Die Hauptversammlung konnte noch rechtzeitig vor dem Versammlungsverbot abgehalten werden.

Vorsitzender Patrick Schwarm und seine Mitarbeiter im Vorstand konnten über ein gutes Flugjahr 2019 berichten, das zum wiederholten Mal ohne jegliche Zwischenfälle verlief, obgleich die Zahl der Flugbewegungen dank der guten Witterungsverhältnisse rekordverdächtig war. Dass die insgesamt 69 Mitglieder, darunter 53 aktive Luftsportler, mit dem Vorsitzenden und seinem Team bestens zufrieden waren, brachten sie mit der einstimmigen Wiederwahl zum Ausdruck. Die Seeadler sind sportlich und wirtschaftlich top, wie den Berichten der Ressortleiter zu entnehmen war.

Große Leistung der Mitglieder

Eine flugsportlich beachtliche Leistung vollbrachten acht Seeadler, die bei einem mehrtägigen Ausflug zu den Fluggebieten Breitenberg, Mittag und Bolsterlang und einer Basishöhe von über 3300 Meter über dem Hochgrat (Allgäu) die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Auch der heimische Windenflugbetrieb auf dem Gelände in Mindersdorf wurde intensiviert. Bei einem Windenkurs wurden acht Windenschleppberechtigungen erteilt und zwei Mitglieder als neue Windenfahrer ausgebildet. Die Winde hat seit September 2019 wieder einen neuen Check und es dürfen nun auch Tandems geschleppt werden, da es keine Unterscheidung bei der Zulassung zwischen Tandem- und Solopiloten mehr gibt.

24 Schlepptage

Im Jahr 2019 gab es insgesamt 24 Schlepptage und in der Summe wurden vom 19. März bis 3. Oktober 583 Schlepps durchgeführt. Gelobt wurde das gute Verhältnis zu den Grundstückseigentümern in Mindersdorf. Das Fluggelände auf dem Stettelberg oberhalb von Ludwigshafen, von dem viele Starts erfolgten, wurde durch Arbeitseinsätze in Ordnung gehalten. Der Startplatz wurde mehrmals mit Ziegen beweidet. Bei der Gemeinde soll über einen Zuschuss für die Beweidungskosten nachgefragt werden.

Schriftführer Stefan Meichle informierte über die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Im vergangenen Jahr sind sieben neue Mitglieder dem Verein beigetreten, vier haben ihre Mitgliedschaft gekündigt. Obwohl es 2019 mehr Eintritte als Austritte gegeben hat, hat sich die dokumentierte Gesamtmitgliederzahl von 71 auf 69 reduziert. Die Mitgliederliste sei aktualisiert und alte fehlerhafte Einträge seien korrigiert worden.

Gute Finanzlage

Schatzmeister Volker Zimmermann berichtete über eine erfreuliche Finanzlage. Es sei ein beachtlicher Überschuss erzielt worden. Zimmermann wies darauf hin, dass beispielsweise ein Defekt an der Winde oder am Quad den aktuellen Puffer schell „auffressen“ könnte. Da sich die Winde dank des Einsatzes von Rolf Schuler in einem äußerst guten Zustand befinde, dürfte sich diese Frage zunächst aber nicht stellen.

Wie Vorsitzender Patrick Schwarm mitteilte, bestehe bei Interesse die Möglichkeit, 2020 ein Windenfluglager in Leibertingen oder Blumberg durchzuführen. Auch werde die Abhaltung eines Sicherheitstrainings ins Auge gefasst. Der Termin für eine Windenschulung mit der Ausbildung neuer Windenfahrer kündigte Schwarm für den Herbst an. Die Vereinshomepage soll überarbeitet werden. Über die Gestaltung des 40-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 2021 werde man sich noch Gedanken machen.