Im Gemeinderat stand das Thema Hochwasserschutz gleich mehrfach auf der Tagesordnung. Es ging um einen Regenwasser-Entlastungskanal, Schutzmaßnahmen im Außenbereich der Gemeinde sowie einen Alarm- und Einsatzplan. Der Gemeinderat entschied, die Arbeiten für den Kanal, der rund 370 000 Euro kosten wird, auszuschreiben. Der Kanal soll Regenwasser in die bereits verlegten Mühlbach-Rohre und in den See leiten und so Entlastung in der Bahnhofstraße bringen, da es bei Starkregen dort bisher immer zu Wasseransammlungen gekommen war.

Maßnahmen im Außenbereich, die der Rat für 67 000 Euro vergeben hat, sollen dafür sorgen, dass Regenwasser direkt dort bleibt und nicht in den Ort gelangt. Oberhalb des Gießbachtobels und beim Grillplatz im Bettental werden zu diesem Zweck neue Regenrückhaltebecken angelegt.

Das Gremium hat außerdem entschieden, ein Büro für rund 13 800 Euro mit der Erarbeitung eines Hochwasseralarms und -einsatzplans zu beauftragen. In diesen werden neben dem Mühlbach auch andere Gewässer aufgenommen. Der Plan soll festlegen, wer was wo im Ernstfall zu tun hat. Ein solcher Plan sei außerdem die Bedingung für die finanzielle Förderung in Höhe von rund vier Millionen Euro für die Hochwasserschutzmaßnahmen in der Gemeinde, so Bürgermeister Matthias Weckbach.