Unerwartete Funde sind ein Problem auf Straßenbaustellen. So auch in Ludwigshafen bei der Radolfzeller Straße (Bundesstraße 34). Laut der ursprünglichen Planung im Januar für die große Baumaßnahme zur Verbesserung des Hochwasserschutzes hätte eigentlich auf Ostern hin wieder freie Fahrt herrschen sollen.

Die Bagger rollen. Überall im Baustellenbereich (hier vor der Einmündung zur Bahnhofstraße) nähern sich die Arbeiten dem verzögerten Endspurt.
Die Bagger rollen. Überall im Baustellenbereich (hier vor der Einmündung zur Bahnhofstraße) nähern sich die Arbeiten dem verzögerten Endspurt. | Bild: Löffler, Ramona

Doch dann kamen zuletzt verschiedene Dinge zusammen: eine Schlechtwetterperiode und Kanäle sowie ein Stromkabel, die im Weg waren. Eine Leitung sei einbetoniert gewesen, erklärte Rudolf Schlichenmaier vom Ortsbauamt. Diese habe erst freigespitzt werden müssen, wie es im Fachjargon heißt. Solche Dinge seien nicht vorhersehbar, sagte Dieter Renz von der Baufirma Strobel am Dienstag vor Ort.

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"Wir sind noch dabei, ein Starkstromkabel zu verlegen", erklärte Renz zu den aktuellen Arbeiten. Im Rahmen einer Information für die Öffentlichkeit teilte die Gemeinde mit, dass dieses 20 Kilovolt-Kabel zusätzlich verlegt werden müsse. Deshalb sei mit einer Verlängerung der Dauer der Baustelle bis Mitte Mai zu rechnen.

Auch Renz schätzt, dass die Arbeiten im Lauf der ersten Maihälfte fertig werden. Kommende Woche ist laut Gemeinde außerdem vorgesehen, die Talstraße zu asphaltieren.

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Im Lauf dieser Woche bekämen noch alle Gebäude die Hausanschlüsse der Wasserleitungen, so Renz. Aber es gehe jetzt in Richtung Wiederherstellung der Straße. Die Firma wolle versuchen, am Freitag das erste Stück zwischen Einmündung Talstraße und Friedhof zu asphaltieren.

In diesem Bereich musste nur ein Streifen auf der Straße geöffnet werden. Dieser werde nun wieder mit Asphalt bündig zur Fahrbahn geschlossen. Im Zuge eines späteren Straßenausbaus der B 34 werde dort der Belag dann erneuert.

Viele Baugruben sind inzwischen wieder zugeschüttet. Hier vor dem Friedhof war die Startgrube der Kanaldurchpressung unter dem Friedhof durch.
Viele Baugruben sind inzwischen wieder zugeschüttet. Hier vor dem Friedhof war die Startgrube der Kanaldurchpressung unter dem Friedhof durch. | Bild: Löffler, Ramona

Am Dienstag liefen vor Ort die Planungen zwischen Baufirma und Bodenseewasserversorgung, da für einen halben oder dreiviertel Tag das Wasser abgestellt werden müsse. Dabei sei eine besondere Herausforderung, dass die Firma Sinner auf durchgehend verfügbares Wasser angewiesen sei. "Wir wollen eine Lösung finden", sagte Renz.

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Es gab vor Kurzem auch noch eine Erweiterung des Bauvorhabens. Zusätzlich zur Verlegung des Kanals für den Hochwasserschutz, Erneuerungen von Kabeln und Leitungen sowie Asphalt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Rad- und Fußweg im Baustellenbereich neu zu asphaltieren.

Das finde auf dem Abschnitt zwischen Kapelle und Radolfzeller Straße 26 statt, wenn die Straße fertig ist, erklärte Rudolf Schlichenmaier auf Nachfrage. Es gebe dann eine halbseitige Sperrung mit Ampeln.

Dieser geöffnete Streifen bekommt voraussichtlich am Freitag wieder Asphalt.
Dieser geöffnete Streifen bekommt voraussichtlich am Freitag wieder Asphalt. | Bild: Löffler, Ramona