Auf der Baustelle in der Kaiserpfalzstraße tut sich etwas. Zwischen 100 und 120 Quadratmeter groß soll die neue Volksbank-Filiale werden, die dort entsteht. Im Herbst 2018 ging es mit der Aushebung los, dieses Jahr im Februar so richtig. Nun fand, wenn auch etwas verspätet, die Grundsteinlegung statt. „Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Im Sommer 2020 ist die Eröffnung vorgesehen“, berichtet Marcus Preusch, Leiter Infrastruktur der Volksbank Überlingen. Die Höhe der Investition für den Neubau sei noch nicht klar, da die Planung in Sachen Ausstattung erst bevorsteht. „Ein Geldautomat beispielsweise kostet 25 000 Euro“, sagt Preusch.

Neubau in stürmischen Zeiten

Für den Vorstandsvorsitzenden Andreas Tyrra ist die neue Filiale in Bodman ein Beweis dafür, dass „die Volksbank Überlingen in der Region bleiben möchte“. Er sagt außerdem: „Es ist eine intensive Zeit. Dieses Projekt ist sehr wichtig für uns.“ Ein Hauptziel der Volksbank sei es immer, die heimische Wirtschaft zu fördern und aufrechtzuerhalten. Bürgermeister Matthias Weckbach zeigt sich erfreut darüber, dass es nach dem Abriss des alten Gebäudes auch in Zukunft eine Volksbank-Filiale in Bodman geben wird. „Gerade in jetzigen Niedrigzins-Zeiten ist es bemerkenswert, das regionale Bankgeschehen zu erhalten. Dieses durchlebt eine Veränderung und geht zunehmend neue Wege“, schildert er.

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Der Verwaltungschef der Bodensee-Gemeinde blickt an dieser Stelle auch auf die Vergangenheit zurück. Matthias Weckbach sagt: „An genau diesem Platz, wo zukünftig die Volksbank-Filiale beheimatet ist, stand früher ein Bauernhof.“ Seitdem sei einiges passiert – unter anderem im Jahr 2000 die Fusion zwischen der Spar- und Kreditbank Bodman und der Volksbank Überlingen. Der Neubau der Bankfiliale habe sich laut Weckbach länger hingezogen, da in bebauter Lage immer mehrere Interessen aufeinander träfen. „Jetzt aber haben die Diskussionen ein Ende und ich sage: Was lange währt, wird gut“, so der Bürgermeister mit einem Schmunzeln.

Bürgermeister Matthias Weckbach
Bürgermeister Matthias Weckbach | Bild: Löffler, Ramona

Haro Kraus, der für das Bauprojekt zuständige Architekt, mag an seiner Arbeit, Neues entstehen zu lassen. Er wirkte schon als Lehrling beim Weiterbau der Bank mit. „Für mich ist ein Hausbau immer ein Stück weit wie eine Segelreise“, vergleicht Kraus. Der Architekt fügt an: „Es ist eine lange und intensive Planung nötig. Danach müssen Vorbereitungen getroffen werden. Ganz wichtig ist außerdem eine ordentliche Seemannschaft, auf die man sich verlassen kann.“