Kaum ist es warm und sonnig am Bodensee, zieht es Menschen an und auf das Wasser – ins Wasser möchten noch die wenigsten, denn aktuell 15 Grad Celsius laden noch nicht zum Schwimmen ein. Freiwillig gingen auch zwei Segler am Samstag nicht baden, nachdem ihr Boot zwischen Bodman-Ludwigshafen und Wallhausen gekentert ist. Während die Einsatzkräfte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei das kleine Segelschiff gesichert haben, fand zeitgleich ein zweiter Einsatz bei Horn statt. Auch dort war ein gekentertes Boot gemeldet worden, wie die DLRG mitteilt.

Die Alarmierung klang ernst, wie Michael Koch aus Bodman berichtet. Er ist Einsatzleiter der DLRG Bodensee-Konstanz. Gegen 15.30 Uhr wurde ein gekentertes Boot gemeldet, dessen Besatzung nicht zu sehen war. "Wir gehen immer von einem Notfall aus", sagt Koch. Wenig später stellte sich zwar heraus, dass die beiden Segler bereits von einem Fahrgastschiff an Land gebracht worden waren und nur leichte Unterkühlungen erlitten, doch die DLRG half anschließend noch beim Sichern der Jolle. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei wurde es aufgerichtet, ausgepumpt und in den Hafen Wallhausen geschleppt. "Es ist nicht außergewöhnlich, dass eine Jolle kentert, und meist kann man das selbst aufrichten", erklärt Koch auf Nachfrage. Es habe am Samstag keine Sturmwarnung gegeben. Die DLRG startet damit laut Einsatzleiter Michael Koch aus Bodman in die Zeit des Einsatzschwerpunkts, denn je mehr Wassersportler unterwegs seien, desto mehr Unfälle gebe es auch. Von Frühling bis Herbst seien sie daher besonders gefordert.

Zeitgleich wurde auch vor Gaienhofen-Horn ein gekentertes Boot gemeldet. "Letztendlich konnten wir in dem Bereich aber kein Boot in Not feststellen", sagt Koch. Die Seepolizei habe in diesem Bereich zuvor einen Kite-Surfer aufgenommen. Ob das mit der Meldung zusammenhängt, konnte aber nicht geklärt werden.