Familien, die derzeit einen Abstecher auf den Spielplatz Im Gröblen machen wollen, müssen unverrichteter Dinge wieder umkehren. Denn die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen hat den Spielbereich kürzlich gesperrt. Der Grund hierfür: Auf dem Kinderspielplatz hatten Gemeindemitarbeiter einen Pilzbefall entdeckt. Wie Bürgermeister Matthias Weckbach auf SÜDKURIER-Nachfrage bestätigte, sind Hackschnitzel unter den Spielgeräten von dem Pilzbefall betroffen. „In den Hackschnitzeln hat sich das Wasser gespeichert und dies hat begonnen, das Holz morsch zu machen“, so Weckbach. Ortsbaumeister Ralf Volber bestätigte, dass sich die Pilze nicht nur in den Hackschnitzeln, sondern auch auf der Wiese finden.

Sperrung kann bis zu vier Wochen dauern

Bei der Sperrung handle es sich laut Volber um eine reine Vorsichtsmaßnahme – gesundheitliche Schäden seien keine zu befürchten: „Wir hatten mit Pilzbefällen immer wieder einmal in der Vergangenheit Probleme. Da auf den Spielplätzen in unserer Gemeinde auch sehr kleine Kinder spielen, wollten wir kein Risiko eingehen“, sagte Volber. Insbesondere dort, wo Hackschnitzel als Fallschutz eingesetzt werden, sei es in den letzten Jahren immer wieder einmal zu Pilzbefällen gekommen. Volber hob allerdings hervor, dass die Pilze nicht giftig seien. Wie lange die Sperrung anhalten werde, dazu können Weckbach und Volber keine genauen Angaben machen. Weckbach erklärte allerdings, dass die Spielplatzsperrung bis zu vier Wochen dauern könnte. „Unsere Spielplätze werden einmal in der Woche begutachtet“, sagte er.

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Alternativen zu den Hackschnitzeln für zukünftige Projekte seien laut Weckbach Schutzmatten aus Kunststoff oder kleinere Steine. „Jeder Stoff hat seine Vor- und Nachteile“, sagte er. Bei den Kunststoffplatten spiele der Umweltgedanke eine Rolle. „Mineralische Stoffe bringen natürlich eine größere Lärmbelastung mit sich.“ Zudem würde bei kleineren Steinen die Gefahr bestehen, dass sich bei Nässe Kalkablagerungen bilden und eine Kalkschicht entstehe.