Eine Leichtverletzte und 150.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Wohnungsbrandes in der Möwenstraße in Bodman-Ludwigshafen am Samstagmittag. Laut dem Pressebericht der Polizei bemerkte die 85-jährige Bewohnerin der Erdgeschosswohnung "einen Knall und Funkenflug aus Richtung des Fernsehgerätes". Sie habe noch den Netzstecker ziehen können und sei dann ins Freie geflüchtet, weil sich Flammen entwickelten.

"Bei unserer Ankunft stand die Bewohnerin bereits vor dem Haus und wurde betreut", so die Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen in einer Mitteilung. Notarzt und Rettungsdienst versorgten die Frau, die eine leichte Rauchgasvergiftung hatte, ehe Verwandte sie in ihre Obhut nahmen.

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Neben der Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen waren auch Kräfte aus Sipplingen und Stockach im Einsatz. Da nicht klar gewesen sei, ob noch jemand im Haus war, "wurde durch mehrere Trupps eine intensive Suche im inneren gestartet", so die Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen. Das Stockacher Drehleiter-Fahrzeug brachte einen Atemschutztrupp auf den Balkon im ersten Stock.

Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und löschen. Die Wohnung im ersten Stock über der ausgebrannten Wohnung wurde durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen des Brandes auf Nachbargrundstücke.

"Im weiteren Einsatzverlauf wurde ein Atemschutztrupp mit der Drehleiter an das Dach gefahren. So konnte direkt vor Ort, der Dachbereich mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Schwelbrände untersucht werden", beschreibt die Feuerwehr Stockach. So sei alles gut kontrollierbar gewesen und keine Brandwache oder Nachkontrolle nötig gewesen, sagte Steffen Bretzke, Feuerwehrkommandant von Bodman-Ludwigshafen auf SÜDKURIER-Nachfrage.

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Bis auf die 85-Jährige gab es laut Polizei keine Verletzten. Die erste Schätzung des entstandenen Schadens liegt bei 150.000 Euro. Zur Ermittlung der Brandursache waren die Polizei Stockach und der Kriminaldauerdienstes Singen im Einsatz. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Radolfzell sicherten und verschlossen die ausgebrannte Wohnung fachgerecht. Alle Bewohner des Gebäudes mit drei Wohnungen kamen laut Polizei vorübergehend bei Nachbarn und Verwandten unter.

Die derzeitige Sperrung eines Teilstücks der Radolfzeller Straße (B34) in Ludwigshafen hatte keine Auswirkungen auf den Einsatz, erklärte Steffen Bretzke auf Nachfrage. Die Möwenstraße liegt von den Anfahrtsrichtungen der drei Feuerwehren aus gesehen vor der Vollsperrung.