Der Rückgang der Zahl der Schwestern und die Entwicklung des Klosters Hegne und seiner Betriebe haben dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter beschäftigt werden. Derzeit plant das Kloster zudem die Erweiterung der Marianum-Schule, wofür weitere Lehrer angestellt werden müssen. Und wie überall, so ist auch in Hegne das Angebot an Wohnraum ein wichtiger Standortfaktor, wenn ein Betrieb qualifizierte Mitarbeiter finden will.

Die Folge: Ein neues Baugebiet

Deshalb plant das Kloster nun auf einer ihrer Wiesen östlich der Zufahrtsstraße Im Tal ein kleines Wohngebiet. Hierfür ist ein Bebauungsplan nötig, dessen Entwurf der Planer Andreas Wieser jüngst im Ortschaftsrat Hegne und im Gemeinderat Allensbach vorgestellt hat. Die Pläne und Festsetzungen zur Bauweise gehen jetzt in die Offenlage. Bürger und Behörden können dies einsehen und sich dazu äußern.

Erst einmal sechs Doppelhäuser

Das neue Wohngebiet umfasst rund 6700 Quadratmeter, wovon circa 2135 Quadratmeter als Grundfläche der Wohneinheiten bleiben sollen. In einem ersten Schritt sind im südlichen Bereich des Gebiets, angrenzend an die dort bestehende Bebauung, sechs Doppelhäuser geplant, erklärte Wieser. Weitere drei Doppelhäuser sowie ein Einfamilienhaus seien im nördlichen Plangebiet möglich. Bei je einer Wohneinheit pro Doppelhaushälfte soll also Wohnraum für 19 Familien entstehen. Der Bedarf hierfür sei in Hegne in den nächsten Jahren vorhanden, so Wieser.

Höchstens zwei Vollgeschosse

Die Häuser dürfen laut Planentwurf maximal zwei Vollgeschosse haben. Es sind sowohl Sattel- wie Flachdächer zulässig, wobei Dachgeschosse keine Vollgeschosse sein dürfen. Pro Wohneinheit schreibt der Plan zwei Stellplätze vor. Andreas Wieser erklärte, an der im Gebiet geplanten Spielstraße sollen keine Autos parken, daher sehe er öffentliche Stellplätze im östlichen Teil des Gebiets vor. An der Westgrenze bei der Straße Im Tal ist ein öffentlicher Gehweg geplant.

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Ortschaftsrat stimmt dafür

Ortsvorsteher Pius Kininger erklärte, der Ortschaftsrat habe den Plänen zugestimmt. Die ersten vier Häuser sollen rasch errichtet werden, berichtete er. „Der Bedarf ist relativ groß im Kloster.“ Er sprach zudem den von der Gemeinde geplanten Radweg an der westlichen Seite der Straße Im Tal an. Bürgermeister Stefan Friedrich erklärte: „Beides soll parallel entwickelt werden.“ Dies regte auch Christian Karrer (Freie Wähler) an, man sollte Synergien nutzen. Und er forderte, dass bei den Doppelhäusern beide Hälften jeweils gleichzeitig gebaut werden sollten. In jedem Fall müssen diese laut Plan profilgleich gebaut werden. Jeanette Klingbeil (Bunte Liste) äußerte sich ebenfalls positiv zum Planentwurf.