Der Slogan des Allensbacher Kulturbüros „Allensbach hat‘s“ ist um eine Facette reicher geworden. Nun gibt es auch einige kurze Videoclips, die Einblicke in verschiedene Bereiche der Verwaltung und Gemeindearbeit geben.

Die Filme sollen demnächst im Internet auf der Gemeinde-Homepage und auf Social-Media-Kanälen hochgeladen werden, erklären Bürgermeister Stefan Friedrich und die Praktikantinnen Anisa Balbinot und Lea Schork, die die Clips in Eigenregie gemacht haben. „Die Videoclips sind gut geworden“, freut sich Friedrich.

Nicht zuletzt junge Leute erreichen

„Wir wollen mit dieser neuen Art der Ansprache auch die junge Generation erreichen“, so der Bürgermeister. Für junge Leute sei die Verwaltung oft nicht so interessant. „Da müssen wir schon was machen, damit wir diese Zielgruppe erreichen.“ Dabei gehe es nicht darum, vertiefte Informationen, sondern einen Eindruck zu vermitteln, was die Abteilungen so machen, zum Beispiel der Bauhof.

Fünf Videoclips haben sie gemacht, berichten die beiden Praktikantinnen, die an der Hochschule in Kehl öffentliche Verwaltung studieren. Diese sollen nach und nach ins Netz gestellt werden unter dem Slogan „Allensbach mal anders“. Gestartet werde am Sonntag, 17. Oktober, mit einem Vorstellungsvideo, so Balbinot und Schork.

„Ein bisschen was mit Pep“

Die beiden jungen Frauen stehen dabei auf dem Allensbach-Steg an der Lände selbst vor der Kamera, beziehungsweise dem Smartphone auf einem Stativ, das sie für die Drehs verwendet haben. Sie stellen dabei sich, die Gemeinde und das Projekt kurz vor, mit Schwenks auf den Gnadensee, ein paar pfiffigen Cuts und mit poppiger Musik unterlegt.

„Wir wollten es kurz und spannend machen“, so Lea Schork. Die Clips dauern zwischen 90 und 180 Sekunden. Das Ganze solle unterhaltsam und informativ sein, „ein bisschen was mit Pep“. Anisa Balbinot erklärt: „Wir haben hinter die Kulissen geschaut. Wir wollen allen jungen und interessierten Menschen zeigen, was in der Verwaltung läuft, was man als Außenstehender auf den ersten Blick nicht sieht. Wir wollen die Arbeit, die dahinter steckt, präsentieren.“

Für einen Clip machten die Studentinnen Aufnahmen im Gemeinderat – allerdings ohne Meinungsbeiträge. „Wir wollten das Video recht neutral halten.“ Vielmehr gehe es darum, zu zeigen, wie eine Sitzung ablaufe und was alles an Vorbereitung nötig sei. Zum Beispiel müssten die Ratsmitglieder rechtzeitig vorab die Unterlagen bekommen, es brauche Absprachen mit Ämtern, einen ständigen Überblick über die Themen, die besprochen werden sollen, erklärt Schork.

Eine Szene aus dem Videoclip über den Gemeinderat.
Eine Szene aus dem Videoclip über den Gemeinderat. | Bild: Gemeinde Allensbach

Insgesamt gehe es darum, Eindrücke zu vermitteln, wie vielfältig und abwechslungsreich die Arbeiten in einer Verwaltung seien, erklären die Praktikantinnen. Und über Social Media wie Instagram und Facebook solle eben vor allem die junge Generation darauf aufmerksam gemacht werden.

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Anisa Balbinot hofft: „Vielleicht schaffen wir es, manchen jungen Leuten zu zeigen, dass es spannend ist, Verwaltung zu studieren. Das ist breit gefächert. Da sitzt man nicht nur hinterm Schreibtisch.“ Auch der Bürgermeister meint, das wäre der Idealfall, wenn junge Leute dadurch motiviert würden, sich bei der Gemeinde zu bewerben.

Eine Szene aus dem Videoclip über den Bauhof.
Eine Szene aus dem Videoclip über den Bauhof. | Bild: Gemeinde Allensbach

Die Idee hätten die Praktikantinnen, Mitarbeiter Daniel Hägele, der sich unter anderem um das Thema Kommunikation kümmere, und er selbst zusammen entwickelt. Aber mit der Durchführung seien die beiden jungen Frauen allein betraut gewesen. Balbinot berichtet: „Wir haben uns sehr gefreut, weil es uns direkt angesprochen hat.“ Schork sagt: „Das hat uns persönlich auch weitergebracht.“

Dieser Tage endet das dreimonatige Praktikum. Balbinot war im Kultur- und Tourismusbüro, Schork im Hauptamt. Es sei insgesamt sehr schön, abwechslungsreich und lehrreich gewesen, berichten sie; sie hätten auch sonst sehr selbstständig arbeiten können. Und Balbinot meint: „Es war eine super Zusammenarbeit. Man hat sich direkt willkommen und integriert gefühlt. Die Gemeinde Allensbach ist großartig.“