Wer samstags um punkt 12 Uhr in kleineren Orten unterwegs ist, kann Sirenentests verfolgen. Sie heulen auf und verstummen wieder, anschließend ist klar, dass die Geräte funktionieren. Die Sirenen sollen die Bevölkerung im Ernstfall alarmieren. Am Donnerstag, 10. August, ist der erste bundesweite Warntag. So werden die Bürger um 11 Uhr die Sirenen hören.

Kai Demmler (links), Funkwart der Feuerwehr Allensbach und Daniel Hägele, zuständig für die Online-Warnungen, bei der Vorbereitung für den Warntag.
Kai Demmler (links), Funkwart der Feuerwehr Allensbach und Daniel Hägele, zuständig für die Online-Warnungen, bei der Vorbereitung für den Warntag. | Bild: Gemeinde Allensbach

Auch Warnung übers Internet

Allensbach verfügt derzeit über eine Sirenenanlage je Ortsteil, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese werden am Donnerstag ausgelöst. Zusätzlich wolle die Gemeindeverwaltung auf ihren Internet- und Social-Media-Auftritten warnen. Parallel laufen die landes- und bundesweiten Warnungen, beispielsweise über Rundfunk und Warn-App.

Gemeinde: Gute Gelegenheit

Daniel Hägele, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Allensbach, freut sich über den bundesweiten Warntag. „Uns als Gemeindeverwaltung ist es wichtig, die Bevölkerung zielgerichtet und umfassend warnen zu können. Der Warntag ist eine gute Gelegenheit, die Allensbacher Bürgerinnen und Bürger für eine mögliche Warnung zu sensibilisieren und gleichzeitig zu schauen, was in Allensbach schon gut funktioniert und wo wir noch nachbessern können.“

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Nur noch eine Anlage in Mittelzell

Nach dem Ende des Kalten Kriegs sind in Deutschland viele Sirenen abgebaut worden. Einerseits aus Kostengründen und zudem hätten sich über Radio, Fernsehen und Internet neue Wege ergeben, wie die Bevölkerung im Ernstfall informiert werden kann. In der Gemeinde Reichenau waren bis vergangenes Jahr drei Anlagen in Betrieb. Aktuell gibt es, teilte die Verwaltung mit, noch eine Sirene: in Niederzell.

Kostenlose Handy-App

Insbesondere das Programm Nina, eine Warn-App auf dem Mobilfunkgerät, hat in den vergangenen Jahren an Relevanz gewonnen. Dieses kostenfreie Angebot der Bundesregierung transportiert örtliche Informationen an den Nutzer. Deshalb wird auch diese App am Donnerstag, sofern auf dem Handy installiert, am Donnerstag anschlagen. Der Warntag soll künftig jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden. Involviert sind alle Behörden, die in der Gefahrenabwehr tätig sind.

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