Wie der Vater so der Sohn, heißt ein altes Sprichwort. Das trifft zu auf die Familie des Allensbachers Thomas Bachmann. Von klein auf fuhr er mit Begeisterung mit, wenn sein Opa mit dem roten Fahr D17N, Baujahr 1954, für den landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb unterwegs war.

Der Schlepper gefiel ihm, weil er laut und interessant gewesen sei. Ein bisschen mitgeholfen habe er auch, berichtet der heute 36-Jährige, etwa beim Kartoffeln ernten oder beim Gras einfahren. Und mit circa zwölf Jahren sei er zum ersten Mal selbst mit dem Fahr D17N gefahren – „aber nur auf der Wiese“.

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Am Anfang habe er manchmal den 17-PS-Motor abgewürgt, weil er einen zu hohen Gang eingelegt hatte. Später sollte der rote Traktor restauriert werden, die rote Farbe stand schon bereit. Doch da starb der Opa 2001 völlig unerwartet. Und so machte sich Thomas Bachmann mit 16 Jahren daran, den alten Schlepper alleine in Einzelteile zu zerlegen.

Die Faszination für die Technik habe ihn angespornt, so Bachmann, der damals seine Lehre als Industriemechaniker absolvierte. Deshalb habe er auch keine Bedenken gehabt, ob er alle Teile wieder richtig zusammengesetzt bekommt – im Gegensatz zu seiner Oma.

Erstes Projekt für den Junior

„Das ist einfach Freizeitbeschäftigung“, erklärt Thomas Bachmann die Liebe zum Traktor. Er mähe damit Wiesen auf den Grundstücken der Familie, gehe zu Traktorentreffen oder fahre eine Runde spazieren mit seinem knapp dreijährigen Sohn Lucas.

Dabei gibt er die Faszination für den roten Fahr an die nächste Generation weiter. „Mein Junior könnte jeden Tag von morgens bis abends darauf sitzen“, sagt er schmunzelnd.

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Jüngst habe auch die halbjährige Tochter Ella mitfahren dürfen. Bachmann erzählt: „Ich habe noch einen zum Restaurieren, das Vorgängermodell Fahr D15.“ Doch der sei nicht fahrbereit und müsse bis zur letzten Schraube zerlegt werden.

„Das wird vielleicht mal vom Junior in Angriff genommen“, meint er schmunzelnd. Weil das aber noch einige Jahre dauern wird, fügt er an: „Wahrscheinlich werde ich schon mal etwas vorarbeiten.“