Stürme haben in den vergangenen Jahren immer wieder mal Schneisen in den Wald auf dem Bodanrück gerissen. Franz Scheppe war dann einer jener Männer, die tatkräftig den Schaden wieder aufgearbeitet haben.

Doch nun ist er nach 45 Jahren, die er als Waldarbeiter in den Gemeindewäldern von Allensbach und Reichenau im Einsatz war, zum Jahresende 2020 in den Ruhestand gegangen. Und schlägt damit sozusagen selbst eine Schneise – nicht in den Wald natürlich, aber ins Team der Männer, die sich täglich um den Wald kümmern.

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Bürgermeister Stefan Friedrich drückte es in seiner Dankesrede zur Verabschiedung im Gemeinderat so aus: „Sie werden eine Lücke reißen.“ Franz Scheppe habe alles gemacht, was im und für den Wald nötig war – und dies pflichtbewusst, unkompliziert und lösungsorientiert, so Friedrich.

Expertise beim Thema Wald

Der Wald sei ihm eine Herzensangelegenheit, so der Bürgermeister. Das zeige sich auch, wenn es im Gemeinderat ums Thema Wald geht. Denn dort ist Scheppe seit vielen Jahren zudem Ratsmitglied für die CDU. Und dabei bewies er immer wieder seine Fachkenntnis. So wies er schon früh darauf hin, dass der jährliche Hiebsatz reduziert werden sollte, weil der Holzvorrat im Wald nicht so groß sei, wie es die Forstdirektion lange dachte.

Scheppe selbst dankte seinerseits seinen langjährigen Kollegen und dafür, dass er für die Gemeinden arbeiten durfte. Und er fügte hinzu: „Danken möchte ich auch dem Herrgott, dass ich nie einen Unfall hatte.“

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Der Bürgermeister verabschiedete außerdem Marga Leibbach und Willi Bottlang. Leibbach war seit 1993 in der Verwaltung tätig, zunächst in der Kämmerei, seit 2000 im Ortsbauamt. Sie sei nicht nur für das Fachliche geschätzt, sondern auch für das Menschliche. „Sie war Ansprechpartnerin und gute Seele des Hauses“, sagte Friedrich.

Willi Bottlang war seit 2009 der Hausmeister in der Bodanrückhalle und der Schule und dabei „eigentlich für alles zuständig“, so der Bürgermeister. Und so habe Bottlang mit seinem Know-how immer wieder viele Probleme gelöst.