Die Umwandlung von normalen Wohnungen oder sonstigen Räumen zu Ferienwohnungen bleibt in Allensbach ein diskutiertes Thema, bei dem es keine pauschale Lösung gibt. Bürgermeister Stefan Friedrich (CDU) geht davon aus, dass der Gemeinderat darüber in diesem Jahr noch einmal grundsätzlich sprechen muss. Das kündigte er in der jüngsten Sitzung an, nachdem es Diskussionen über zwei solche Anträge von Hauseigentümern gegeben hatte.

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„Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch“, sagte Friedrich. „Das ist eine politische Entscheidung.“ Die Verwaltung könne aber nur dann die Zustimmung empfehlen, wenn es rechtlich möglich sei, die Umwandlung vorzunehmen.

Elf Nein- bei fünf Ja-Stimmen

So war das etwa bei einer Einliegerwohnung in der Schlossbergstraße in Hegne. Der Ortschaftsrat hatte mit 5:1 Stimmen seinen Segen erteilt, berichtete Ortsvorsteher Pius Kininger. Von den 68 Ferienwohnungen in der Gesamtgemeinde befänden sich nur vier in dem Ortsteil, begründete er das Ja zu dem Antrag.

Zudem habe es auch schon den umgekehrten Weg gegeben – das heißt, aus Ferienwohnungen wurde normaler Wohnraum. Der Gemeinderat folgte dennoch der Empfehlung des Technischen Ausschusses und lehnte mit elf Nein- bei fünf Ja-Stimmen die Umwandlung ab. Begründung: Dadurch würde Wohnraum verloren gehen.

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Einem anderen Antrag stimmten die Allensbacher Bürgervertreter dagegen mehrheitlich zu. Ein Hauseigentümer im Seeweg im Kernort darf nun Fitness- und Hobbyräume im Keller zu einer 42 Quadratmeter großen Ferienwohnung umwandeln.

Laut Frank Ruhland, Leiter des Ortsbauamts, sind dort laut Bebauungsplan Ferienwohnungen eigentlich ausgeschlossen. Es brauche daher eine Befreiung davon. Genau die hat der Gemeinderat mit seinem Votum erteilt. Allerdings müsse der Eigentümer nun noch zusätzliche Stellplätze nachweisen, so Ruhland weiter.