Bei Aushubarbeiten für den Erwei­terungsbau der Privatschule Marianum sind beim Kloster Hegne drei menschliche Skelette entdeckt worden.

Zusammen mit Caroline Bleckmann und Tom Sauerländer vom Landesamt für Denkmalpflege sowie dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Herman Schmid hat Kreis­archäologe Jürgen Hald die Gräber in einer nur eintägigen Rettungsaktion dokumentiert und die Knochen geborgen. Dies schreibt das Landratsamt Konstanz in einer Presseinformation.

Tom Sauerländer und Caroline Bleckmann vom Landesamt für Denkmalpflege beim Dokumentieren eines nahe des Klosters Hegne entdeckten ...
Tom Sauerländer und Caroline Bleckmann vom Landesamt für Denkmalpflege beim Dokumentieren eines nahe des Klosters Hegne entdeckten Skelettes. | Bild: Landratsamt Konstanz

Reste eine Siedlungsgrube

Auf erste archäologische Spuren waren die Kreisarchäologen bereits im Juli bei einigen Probeschürfungen im Baufeld des neuen Schulgebäudes nördlich des bestehenden Campus gestoßen. In einer Ecke der künftigen Baufläche entdeckten sie die Reste einer Siedlungsgrube. Sie enthielt nur einen möglicherweise aus der Jungsteinzeit stammenden Feuersteinabschlag und keine weiteren Funde, die eine genaue zeitliche Einordnung erlauben würden.

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Seit Beginn der Bauarbeiten im September wurden daher die Erdarbeiten regelmäßig überwacht. Weitere Siedlungsreste kamen dabei aber nicht zutage. Umso überraschender war dann die Meldung, dass bei Baggerarbeiten an anderer Stelle der etwa 130 Meter langen Baufläche Knochenreste zum Vorschein kamen: Kreisarchäologe Jürgen Hald stellte an drei Stellen in etwa 60 bis 80 Zentimeter Tiefe zum Teil beschädigte menschliche Skelette fest.

Genaues Alter noch nicht bekannt

„Es handelt sich um die Gebeine von zwei erwachsenen Personen und eines Kindes, die etwa in Nordwest-Südost-Ausrichtung mit Schädel im Westen bestattet wurden“, erklärte Hald. „Beigaben waren keine vorhanden. Die einheitliche Orientierung und übliche Rückenlage der Verstorbenen sprechen für reguläre Bestattungen eines kleineren Gräberfelds, das bei den Bauarbeiten randlich erfasst wurde“.

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Das genaue Alter lässt sich ohne naturwissenschaftliche Datierungen nicht genau einschätzen. Deshalb ist noch offen, ob es sich bei den Gräbern um Bestattungen aus der Zeit des Schlosses Hegne, des älteren mittelalterlichen Dorfes oder aus prähistorischen Zeiten handelt.