Die Allensbacher Kinderwochen in den Sommerferien waren wegen Corona lange Zeit fraglich. Nun hat das Kultur- und Tourismusbüro in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung es mit der Ferienbetreuung kombiniert – allerdings in deutlich reduziertem Umfang. Hauptamtsleiter Stefan Weiss erklärt: „In diesem Jahr ist die parallele Organisation beider Angebote wegen der sehr speziellen Vorsichtsmaßnahmen und Hygienevorschriften nur sehr schwer darstellbar.“

In der Kombination heißt das Ganze nun Allensbacher Kindersommer, deckt aber nur jene Zeiträume ab wie in den Vorjahren die reine Ferienbetreuung. Jacqueline Hellwig, die die Aktionswochen hauptsächlich organisiert, sagt: „Ich finde 23 Tage Programm ganz schön gut.“ Man habe eben schauen müssen, welche Aktionen man Corona-gerecht mit Abstandhalten anbieten könne. „Das ist bei einigen Aktionen nicht möglich“, erklärt sie, zum Beispiel, wenn die Kinder im Team arbeiten sollen.

Flexible Teilnahme ist möglich

Dafür sei das Ganze flexibel buchbar, so Hellwig. Die Gemeinde biete zum einen vom 30. Juli bis 14. August und vom 31. August bis 11. September jeweils von Montag bis Freitag von 7.30 bis 15 Uhr die Ferienbetreuung für maximal 60 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an. Betreuerinnen machen dann in und um die Bodanrückhalle Aktionen wie Tischtennis, Fußball, Malen oder Spaziergänge, so Hellwig.

Pro Tag koste die Betreuung acht Euro, aber die Teilnahme sei eben flexibel. Eltern könnten ihre Kinder auch nur für ein paar Stunden bringen. Zusätzlich können sich Kinder für die fast täglichen Aktionen anmelden, die es sonst im Rahmen des Kinderferienprogramms gibt.

Mit Kasper und Seppl durchs Dorf

Immerhin gibt es im reduzierten Programm einige neue Angebote. Zwei davon macht Ludwig Egenhofer. Zum einen bietet er mit seinem Sohn Marius als Kasperl und Seppl am 1. und 8. September nun auch eine Ortsführung für Kinder an. Das sei eine spannende und lustige Führung, so Hellwig, bei der den Kindern die Ortsgeschichte ein bisschen näher gebracht werde.

Das andere Angebot von Ludwig Egenhofer sind Radtouren am 31. August und 7. September. Wohin geradelt werde, hänge auch davon ab, wie viele Kinder sich anmelden, erklärt sie. Wenn es zu viele seien, mache Ludwig Egenhofer statt einer längeren zwei kürzere Touren.

Im Fall vieler Anmeldungen sind Wiederholungen möglich

Generell sei die Teilnehmerzahl bei den Zusatzaktionen auf acht bis zehn Kinder begrenzt. Wobei man versuche, das flexibel zu handhaben. Die Traktortouren (31. Juli und 3. September) zum Beispiel könne man stündlich wiederholen, wenn es viele Anmeldungen gebe. Beim Mitmachzirkus (3. bis 7. August) könnten die Kinder an einem oder mehreren Tagen kommen. Und beim Fotoworkshop von Desirée Huber (11. August) mache nun auch Daniel Hägele mit, sodass mehr Kinder teilnehmen könnten.

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Ebenfalls neu sei der Theaterworkshop mit Daniela Zepke am 4. September, so Hellwig. Die Kinder könnten sich dabei selbst Figuren oder kleine Geschichten ausdenken und diese mit Kostümen und Requisiten auf die Bühne bringen. Allerdings gebe es wegen der Corona-Bestimmungen ebenso wie beim Mitmachzirkus diesmal keine große Aufführung zum Abschluss.

Halle ist ein idealer Ort für viele Angebote

Vieles finde in und bei der Halle statt, weil dort genug Platz sei, um Abstand zu halten, und es Toiletten und Waschbecken gibt, um sich die Hände zu waschen. Dort sei auch für die Zusatzaktionen jeweils Start und Endpunkt (außer DLRG am 1. August, die ist wie üblich im Strandbad). Und wenn es regnet, könnte zum Beispiel Anja Lutz mit den Kindern auch in der Halle Inliner fahren (5. und 10. August).