An Klagen über Verkehrsprobleme mangelt es nicht in Allensbach. Eine Gruppe von Bürgern will deshalb nun in der neuen Lokale-Agenda-Gruppe Verkehr und Mobilität aktiv werden. Bei der Auftaktveranstaltung im Bürgertreff wurden schon einige Themen und Brennpunkte benannt. Einiges davon war nicht neu, sondern steht schon länger auf der Agenda – so etwa der zunehmende Verkehr auf der Ortsdurchfahrt. Allein hier gibt es ein Bündel an Themen: von der Temporeduzierung über mehr Kontrollen, Verkehrsberuhigung speziell im Ortszentrum, beidseitige Radfahrerstreifen bis hin zu weiteren Querungshilfen.

Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs

„Wir haben einen Sack voll Themen“, bilanzierte am Ende der Hauptinitiator der Gruppe, Rolf Wiehler, der zusammen mit der Agenda-Beauftragten Brigitte Bautze den Abend leitete. „Wir haben genug zu tun.“ Er hoffe auf viele Mitstreiter. Zum Auftakt kamen sieben Interessierte, die alle gern mitmachen wollen. Weitere sind willkommen. Wiehler sagte, Ziel sollte es sein, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren auch im Sinne des Klimaschutzes. Doch dazu brauche es auch adäquate Angebote der Mobilität. Dabei wolle man nicht nur Forderungen stellen, sondern selbst an Lösungen mitarbeiten.

Bei einer Themensammlung konnte jeder Anwesende auf Zetteln notieren, was ihm wichtig wäre. Auch Utopien seien erlaubt, so Wiehler. Man müsse sowieso mitunter dicke Bretter bohren. Beim Bereich Fußgänger genannt wurden weitere Querungshilfen in der Konstanzer Straße, eine neue Planung für den Weg an der Kaltbrunner Straße und auch das Problem, das Autofahrer an diversen Stellen oft auf Gehwege ausweichen. Im Bereich Radverkehr wurden bessere Wegmarkierungen, ein breiterer Weg ins Gewerbegebiet oder mehr Abstellanlagen zum Beispiel beim Rathaus genannt.

Forderung nach dichterem Bushaltestellennetz

Beim Thema Auto ging es vor allem um die Ortsdurchfahrt. Beim Öffentlichen Nahverkehr wurde ein dichteres Bushaltestellennetz angesprochen, den Einsatz autonom fahrender Kleinbusse mit Zuganschluss sowie beim Seehas einen Halbstundentakt auch abends und einen besseren Anschluss an die Schweizer Bahn in Konstanz. Unter Sonstiges genannt wurden unter anderem Mitfahrbänke in Allensbach Richtung Dettingen und Hegne, eine Tonnagebegrenzung für Lastwagen im Ort, ein Lastenfahrrad oder eine Whatsapp, um Falschparker zu melden.

Die neue Agenda-Gruppe trifft sich künftig immer am ersten Montag im Monat um 20 Uhr im Bürgertreff.

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