Nicht nur Privatleute, auch Betriebe suchen in der Region Konstanz nach Wohnungen. Sie wollen damit qualifiziertes Personal halten oder erst gewinnen. So geht es auch dem Kloster Hegne, das deshalb vor zwei Jahren beschlossen hatte, auf einem ihm gehörenden Grundstück zwischen der westlichen Ortseinfahrt und der Straße Im Tal ein kleines Neubaugebiet zu schaffen.

Im Flächennutzungsplan war das Areal nördlich der bestehenden Bebauung ohnehin als Wohnbaufläche ausgewiesen. Was noch fehlte, war die städtebauliche Grundlage. Und die hat die Gemeinde Allensbach mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan geschaffen.

Nach der erneuten Offenlage der Pläne hat der Gemeinderat diesen nun abgeschlossen. Das Kloster kann also jetzt Bauplätze vergeben – allerdings eben an Mitarbeiter. Vorgesehen sind einige Doppelhäuser, eine Erschließungsstraße sowie ein Gehweg an der Ortseinfahrt.

Rad- und Gehweg in einem Zug bauen

Vor dem Gemeinderat hatte der Ortschaftsrat Hegne bereits einhellig zugestimmt. Doch Ortsvorsteher Pius Kininger sagte, dieses Votum sei verbunden mit der Forderung, dass auch das Umfeld zeitnah realisiert werde – also eben der Gehweg mit Beleuchtung und Bepflanzung.

Und auch der Radweg westlich der Ortseinfahrt, der nicht Teil dieses Bebauungsplans ist, aber den die Gemeinde grundsätzlich möchte, sollte in Angriff genommen werden, so Kininger, „wenn die Bagger schon in Hegne sind“.

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Unterstützung erhielt er von Ludwig Egenhofer (CDU). „Rad- und Gehweg müssen in einem Zug gebaut werden“, forderte dieser. Viele Schüler des Marianums seien hier auf der schmalen Straße unterwegs. Die Gemeinde sollte die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen.

Bürgermeister Stefan Friedrich gab ihnen einerseits Recht, dass der Radweg ebenfalls zeitnah gebaut werden sollte. Er verwies aber auf den Investitionsplan fürs Jahr 2022, der demnächst im Gemeinderat zur Diskussion steht.