<strong>Sascha Igrec</strong> (rechts) hat in Allensbach eine Brotbackmaschine angeboten; eine, die gute Dienste tat. Seine heute 13-jährige Tochter Joy Emily habe aufgrund einer Erkrankung unter anderem kein Gluten vertragen. Vor zehn Jahren kaufte er den Apparat. „Da kann man die Brotmischung selbst machen und ganz feines Brot backen, je nachdem, was man für eine Allergie hat“, erklärte Igrec. Nun könne seine Tochter wieder alles essen. Doch den meisten Besuchern schien das Gerät zu klobig gewesen zu sein.
Sascha Igrec (rechts) hat in Allensbach eine Brotbackmaschine angeboten; eine, die gute Dienste tat. Seine heute 13-jährige Tochter Joy Emily habe aufgrund einer Erkrankung unter anderem kein Gluten vertragen. Vor zehn Jahren kaufte er den Apparat. „Da kann man die Brotmischung selbst machen und ganz feines Brot backen, je nachdem, was man für eine Allergie hat“, erklärte Igrec. Nun könne seine Tochter wieder alles essen. Doch den meisten Besuchern schien das Gerät zu klobig gewesen zu sein. | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Petra und Peter Sonntag:</strong> Ziemlich groß war das massive Fenstergitter am Stand von Petra Sonntag. Ihr Vater, Ex-Schlosser Peter Sonntag, hatte dieses vor rund 30 Jahren angefertigt. „Es war ein Ausstellungsstück“, sagt er. „Jetzt brauche ich es nicht mehr. Vielleicht hat jemand ein passendes Fenster.“ Das Gitter sei verzinkt. „Das rostet die nächsten 100 Jahre nicht“, warb er für sein Stück, das er für 80 Euro auf Verhandlungsbasis anbot. „Wenn man das heute machen ließe, kostet das mindestens 800 Euro.“
Petra und Peter Sonntag: Ziemlich groß war das massive Fenstergitter am Stand von Petra Sonntag. Ihr Vater, Ex-Schlosser Peter Sonntag, hatte dieses vor rund 30 Jahren angefertigt. „Es war ein Ausstellungsstück“, sagt er. „Jetzt brauche ich es nicht mehr. Vielleicht hat jemand ein passendes Fenster.“ Das Gitter sei verzinkt. „Das rostet die nächsten 100 Jahre nicht“, warb er für sein Stück, das er für 80 Euro auf Verhandlungsbasis anbot. „Wenn man das heute machen ließe, kostet das mindestens 800 Euro.“ | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Verena Huber:</strong> Eher ungern trennte sie sich von einem Erinnerungsstück: einem kleinen, alten Spinnrad. „Meine Oma hat damit ihre Wolle selbst gesponnen und dann Teppiche gewebt in der oberen Mühle. Es hat ein bisschen einen ideellen Wert.“ Es sei schon schade, so etwas Historisches zu verkaufen, meinte Huber, aber das Spinnrad diene nur noch als Deko, weil der Tritt für den Antrieb fehle. Doch: „In der Wohnung habe ich leider keinen Platz dafür, und der Keller muss leer werden.“
Verena Huber: Eher ungern trennte sie sich von einem Erinnerungsstück: einem kleinen, alten Spinnrad. „Meine Oma hat damit ihre Wolle selbst gesponnen und dann Teppiche gewebt in der oberen Mühle. Es hat ein bisschen einen ideellen Wert.“ Es sei schon schade, so etwas Historisches zu verkaufen, meinte Huber, aber das Spinnrad diene nur noch als Deko, weil der Tritt für den Antrieb fehle. Doch: „In der Wohnung habe ich leider keinen Platz dafür, und der Keller muss leer werden.“ | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Rolf Maxa:</strong> Eine große Sammlung historischer Haushaltsgeräte gab es bei ihm: eine Puddingform aus Weißblech für den Backofen, die er auch Edith Hespeler (Bild) angeboten hat, eine Kaffeemühle, eine Käsereibe, eine Handpresse für Kartoffelbrei oder ein Butterrührteil, bei dem das dazu gehörige Glas fehlte. Seine Schwiegereltern und er hätten das früher gesammelt, so Maxa. „Es wird verkauft, weil wir einfach zuviel haben und damit es ein bisschen Platz gibt daheim.“
Rolf Maxa: Eine große Sammlung historischer Haushaltsgeräte gab es bei ihm: eine Puddingform aus Weißblech für den Backofen, die er auch Edith Hespeler (Bild) angeboten hat, eine Kaffeemühle, eine Käsereibe, eine Handpresse für Kartoffelbrei oder ein Butterrührteil, bei dem das dazu gehörige Glas fehlte. Seine Schwiegereltern und er hätten das früher gesammelt, so Maxa. „Es wird verkauft, weil wir einfach zuviel haben und damit es ein bisschen Platz gibt daheim.“ | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Renate und Andreas Hipp:</strong> Sie hatten beim Allensbacher Abendflohmarkt etwas im Angebot, das keiner haben wolle, wie sie meinten: ein Hausgräuel – etwas, das von einem zum anderen weiterverschenkt werde. Es war eine kleine Frauenskulptur, von der sie nicht genau wüssten, was sie darstellen solle, so Renate Hipp: „Das haben wir auch irgendwo geschenkt bekommen.“ Sie wisse nicht mehr von wem. „Wir hoffen, dass die Person, die es uns geschenkt hat, nicht vorbeikommt.“
Renate und Andreas Hipp: Sie hatten beim Allensbacher Abendflohmarkt etwas im Angebot, das keiner haben wolle, wie sie meinten: ein Hausgräuel – etwas, das von einem zum anderen weiterverschenkt werde. Es war eine kleine Frauenskulptur, von der sie nicht genau wüssten, was sie darstellen solle, so Renate Hipp: „Das haben wir auch irgendwo geschenkt bekommen.“ Sie wisse nicht mehr von wem. „Wir hoffen, dass die Person, die es uns geschenkt hat, nicht vorbeikommt.“ | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Nil Sevil (rechts) und Bernd Harnisch:</strong> Preisreduziert boten die Allensbacher ein Motorboot an. „Aktuell bei eBay für 3500 Euro. Nur heute Sonderaktion für 2700 Euro“, stand auf Schildern, die sie um den Hals trugen. Das Boot hatten sie ein paar hundert Meter entfernt beim Wohnhaus stehen. „Wir verkaufen das Boot, weil wir keinen Bojenplatz mehr haben, und der Vermieter will es nicht mehr im Garten haben“, sagte Harnisch. Interessenten gebe es zwar viele, fügte Sevil an, „aber die meisten haben schon ein Boot“.
Nil Sevil (rechts) und Bernd Harnisch: Preisreduziert boten die Allensbacher ein Motorboot an. „Aktuell bei eBay für 3500 Euro. Nur heute Sonderaktion für 2700 Euro“, stand auf Schildern, die sie um den Hals trugen. Das Boot hatten sie ein paar hundert Meter entfernt beim Wohnhaus stehen. „Wir verkaufen das Boot, weil wir keinen Bojenplatz mehr haben, und der Vermieter will es nicht mehr im Garten haben“, sagte Harnisch. Interessenten gebe es zwar viele, fügte Sevil an, „aber die meisten haben schon ein Boot“. | Bild: Zoch, Thomas
<strong>Jennifer Reuter (links) und Simone Baumer:</strong> Sie freuten sich, dass sie kitschige Sachen gefunden haben: einen elektrischen Kerzenständer für die Wand und Suppentassen mit Goldrand. . „Das ist super kitschig, aber das passt genau in mein Mädchenzimmer, das super kitschig eingerichtet ist“, erklärte Jennifer Reuter zum Kerzenständer. Das sei die Loggia, in der bereits alte Blümchenbilder hängen und altrosa Sessel stehen, da komme der Kerzenständer an die Wand. Natürlich war es auf dem Flohmarkt hilfreich, einen starken Träger zu haben – so wie Christian Fechner aus Moos. Er war mit Frau und seinen zwei Töchtern gekommen, ohne die Absicht, viel einzukaufen, und trug dann eine gut gefüllte Einkaufstasche davon. Ein Bild war darin, eine Schaukel, ein Handtuchhalter, ein Labyrinth-Spiel und alte Hörspielkassetten, denn es gab natürlich nicht nur Kurioses, sondern auch viel Nützliches auf dem Flohmarkt. Er und seine Familie kämen fast jedes Jahr nach Allensbach, so Fechner: „Das ist immer ganz nett. Da gibt’s immer Schnäppchen.“ Seine Ausgaben: 20 Euro für alles. <em>Bilder und Texte: Thomas Zoch</em>
Jennifer Reuter (links) und Simone Baumer: Sie freuten sich, dass sie kitschige Sachen gefunden haben: einen elektrischen Kerzenständer für die Wand und Suppentassen mit Goldrand. . „Das ist super kitschig, aber das passt genau in mein Mädchenzimmer, das super kitschig eingerichtet ist“, erklärte Jennifer Reuter zum Kerzenständer. Das sei die Loggia, in der bereits alte Blümchenbilder hängen und altrosa Sessel stehen, da komme der Kerzenständer an die Wand. Natürlich war es auf dem Flohmarkt hilfreich, einen starken Träger zu haben – so wie Christian Fechner aus Moos. Er war mit Frau und seinen zwei Töchtern gekommen, ohne die Absicht, viel einzukaufen, und trug dann eine gut gefüllte Einkaufstasche davon. Ein Bild war darin, eine Schaukel, ein Handtuchhalter, ein Labyrinth-Spiel und alte Hörspielkassetten, denn es gab natürlich nicht nur Kurioses, sondern auch viel Nützliches auf dem Flohmarkt. Er und seine Familie kämen fast jedes Jahr nach Allensbach, so Fechner: „Das ist immer ganz nett. Da gibt’s immer Schnäppchen.“ Seine Ausgaben: 20 Euro für alles. Bilder und Texte: Thomas Zoch | Bild: Zoch, Thomas