Dingelsdorf

Die Narren der Konstanzer Bodanrückgemeinden sind müde, aber glücklich und zufrieden. Auf eine harmonische, friedliche und stimmungsvolle Dorffasnacht in Dingelsdorf kann Ala-Bock-Präsident Florian Rossknecht zurückblicken. „Unseren Ortsvorsteher Heiner Fuchs haben wir – wie es in der Kernstadt Usus ist – weggelobt und zum König ernannt“, schmunzelt Rossknecht. Sichtlich stolz ist er auf den neuen Adligen, der bei der Zylinderparade sein Zepter schwang, auch wenn er „vom Ortschaftsrat verlassen war“. Der Ball am Samstagabend im Festzelt auf dem Kronenplatz sei grandios gewesen, so Rossknecht, der noch immer von den fantasievollen Kostümen der Ballbesucher schwärmt. Dem Aprilwetter am Rosenmontag haben die Ala-Bock mit Finesse getrotzt. Die im Freien geplante Kinderbelustigung wurde kurzerhand ins Festzelt verlegt. Kaum war der Graupelschauer vorüber, wechselte die Narrenschar spontan ins Freie. „Es war rundum schön und alle im Dorf haben super mitgemacht“, würdigt Florian Rossknecht alle Narren.

Litzelstetten

Zufrieden mit der Fasnacht ist auch Michael Niebling, Zunftmeister der Kuckuck, denn auch in Litzelstetten wurde friedlich gefeiert. „Das ist das Wichtigste“, stellt er fest. Schön war für ihn, dass die Veranstaltungen von mehr Besuchern angenommen wurden. Auch der samstägliche Fasnachts-Dankesabend für alle Helfer beim Seenarrentreffen 2017 sei rundum gelungen gewesen. „Damit konnte ich jetzt auch für mich das Seenarrentreffen abschließen“, so Niebling. Das aus der Not heraus geborene Hallenkonzept habe sich mehr als bewährt und werde beibehalten, sagt der Zunftmeister.

Aufgrund des neuen Arrangements wirke die Halle gemütlicher und die Verweildauer der Besucher war deutlich länger. „Dazu hat auch die neue Musik beigetragen“, sagt Michael Niebling. Jetzt versuchen die Mitglieder der Narrenzunft Kuckuck wieder zu Kräften zu kommen, denn am Samstag werden sie den Fanfarenzug Kuckuck bei deren Fastenfunken unterstützen. „Wir helfen ein wenig. Das ist selbstverständlich“, meint Michael Niebling.

Allensbach

Eine positive Bilanz zieht der Allensbacher Bürgermeister Stefan Friedrich. "Es war eine ausgelassene Fasnacht ohne jegliche Zwischenfälle." Alet-Präsident Ludwig Egenhofer kann dem nur beipflichten: "Wir in Allensbach haben eine schöne stimmungsvolle, friedliche und unfallfreie Fasnet erlebt." Wobei er anmerkt: Wenn die Fasnet so früh im Jahr sei, sei dies für die Aktiven wohl heftig, doch die Stimmung ist immer eine Besondere. Ihm sei besonders aufgefallen, dass Alt und Jung sich gleichermaßen beteiligt hätten. "Oft sah man drei Generationen." Besonders erfreut ist der Präsident, dass die Alet-Abende sehr gut besucht waren. Und etwas Besonderes sei natürlich am Schmotzige Dunschtig die Adler-Öffnung nach dem Narrenbaumsetzen gewesen – die alte Gaststube wollten ebenfalls sehr viele junge und ältere Narren sehen. Und beim Fasnetmäntigumzug hebt Egenhofer hervor, dass es viele dem Motto "Der Gnadensee lockt" entsprechende Gruppen gegeben habe: "Das Motto wurde klasse umgesetzt." Nicht ganz so gut sei die Lumpen-Nacht am Samstag gewesen, es habe etwas weniger Besucher als im vergangenen Jahr gegeben. Doch dafür seien mehr Musikgruppen und Guggenmusiken gekommen. Besonders gefreut habe es den Narrenrat, dass in diesem Jahr acht Gruppen an der Häsprämierung teilgenommen haben – und damit mehr als letztes Jahr.

Reichenau

Rundum zufrieden äußert sich Ralf Blum, der Fasnachtsbetriebsleiter des Narrenvereins Grundel. "Die Reichenauer Fasnacht war friedlich wie selten. Sie war wunderschön. So viel war selten los, und trotzdem ist nichts passiert." Sehr gut besucht gewesen seien die Umzüge und Fiestas à la Mexiko auf der Ergat. Darunter seien auch etliche Gäste aus anderen Orten gewesen. "Wir werden immer internationaler", meint Blum. Am Montag sei die Stimmung noch besser gewesen. Dort habe die junge Gruppe Trumps Mauerbauer mit Bürgermeister Wolfgang Zoll und Sparkassenchef Johann Roth ein lustiges Wettmauern-Spiel gemacht. Der Sieger sollte nach Amerika fliegen, um bei der Trump-Mauer zu Mexiko mitzumachen. Weil das weder Roth noch Zoll wollten, hätten sie langsam gemacht, sodass es unentschieden ausgegangen sei. Die beiden lasse man auch gern hier, so Blum, weil man sie 2019 fürs große 125. Jubiläum des NV brauche. Er finde es zudem ganz toll, dass mit der Mauerbauer-Gruppe auch mal junge Leute auf der Bühne etwas gemacht haben, wobei wieder viel Narren-Nachwuchs an der Fasnacht mitgemacht und schöne Wägen gebaut habe. "Da sind wir riesig stolz darauf, dass unsere Jugend so mitmacht", betont Blum. Den rund 30 Meter langen Narrenbaum gewann die Bürgermusik. Bei dieser Lotterie müssen die Loskäufer den Abstand zwischen zwei Nägeln im Stamm schätzen; die Bürgermusik habe mit 14,72 Metern erstaunlicherweise nur einen Zentimeter daneben getippt.

Kaltbrunn

Ärger hat es beim Seenarrentreffen im Allensbacher Teilort Kaltbrunn gegeben. Wie der SÜDKURIER berichtete, sprach die Polizei 15 Platzverweise aus. Nur durch großen Aufwand, hieß es aus dem Präsidium, seien weitere Auseinandersetzungen vermieden worden. Besucher des Treffens verhielten sich aggressiv und waren auf Streit aus. In einem Fall behinderte ein 38-Jähriger die Mitarbeiter eines Rettungsdienstes in ihrer Arbeit.

Dettingen-Wallhausen

"Sehr, sehr positiv" lautet die Bilanz für die Dettingen-Wallhauser Moorschrat. "Super, voll, richtig Klasse und alles friedlich", ergänzt der glückliche Zunftmeister Thomas Gloger. Die gemeinsame Befreiung der Schule und der beiden Kindergärten habe sich erneut bewährt. Die Eltern und andere Verwandte sähen, dass ordentlich etwas geboten sei. Gefallen habe ihm, dass so viele Narren mit zu der Rathausbefreiung gekommen waren. Der Hof konnte gar nicht alle Menschen fassen. Anschließend gab es eine Kinderbelustigung durch die Dilldappenfänger in der Halle. "Die Kinder waren echt zufrieden", berichtete Gloger. Der Zunftball am Freitag sei eine schöne Party mit viel Spaß geworden. "Da kann man noch richtig tanzen", betont er. Dies sei nicht zuletzt der Band Ciro-Five zu verdanken. Das Holzerfeuer am Samstag sei super gewesen. Der Fanfarenzug der Kameler und eine Musikgruppe aus Wollmatingen seien zu Besuch gekommen. Der Kinderball mit über 200 Kindern plus Begleitung sorgte am Rosenmontag erneut für eine volle Halle. Mit dem Fällen des Narrenbaums und der Verbrennung endete die Fasnacht in Dettingen. "Wir sind vollends zufrieden", fasst Gloger zusammen.

Narrentreffen 2019 auf der Reichenau

Auf der Insel Reichenau ist nach der Fasnacht vor der Fasnacht. Im Jahr 2019 feiert der Narrenverein Grundel sein 125-jähriges Bestehen. Und aus diesem Anlass findet auf der Insel am 8. Februar 2019 das große Narrentreffen der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee statt, so Fasnachtsbetriebsleiter Ralf Blum. Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Monaten. "Das ist für uns eine große Nummer", so Ralf Blum, weshalb man jegliche Unterstützung gut gebrauchen könne. Erfreulicherweise habe der Reichenauer Sparkassenchef bereits eine stattliche Spende zugesagt.