Die Tochter und der Papa aus Kiel

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Caroline und Christoph Ball aus Kiel machen hier Urlaub und sind modellbahnbegeistert. „Im Moment brauchen wir viel Schienen. Wir haben schon viele im Auto.“ erzählt der Papa. „Ich bin seit fünf Jahren dabei. Fahren und bauen und Landschaft mag ich. Schienen verlegen ist irgendwie langweilig. Ich bin über den Opa zur Modelleisenbahn gekommen. Der hat eine große Anlage. Dort spiele ich auch mit meiner Cousine und mit meinem Cousin“, erzählt die Neunjährige.

Die Menschensucher aus Singen

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„Wir haben die alte Eisenbahn vom Speicher geholt und festgestellt, dass ein Haufen Teile fehlen, und jetzt brauchen wir Nachschub“, berichtet Markus Sonnenschein aus Singen. „Das hat mir gleich gefallen. Ich hatte vorher schon eine Eisenbahn von Lego Duplo“, erzählt sein sechsjähriger Sohn David. Gekauft haben sie Personenwagen, ein Flugzeug, eine Anfangspackung mit Lokomotive und Brückenelemente. „Wir brauchen noch Menschen“, betont David.

Der Routinier aus Dettingen

Daniel Späth aus Dettingen beschäftigt sich schon seit mehr als 50 Jahren mit Modelleisenbahnen. Beim Markt in Allensbach wurde er dank einer Dampflok fündig.
Daniel Späth aus Dettingen beschäftigt sich schon seit mehr als 50 Jahren mit Modelleisenbahnen. Beim Markt in Allensbach wurde er dank einer Dampflok fündig. | Bild: Nikolaj Schutzbach

„Ich habe 1967 meine erste Lok bekommen, Mit Unterbrechungen habe ich immer eine Modelleisenbahn gehabt. Momentan habe ich eine aufgebaut“, erzählt Daniel Späth aus Dettingen. Eigentlich ist er auf der Suche nach Material aus der Epochen V und VI, also der Neuzeit mit der Deutschen Bahn AG. Aber fündig wurde er anderweitig. „Ich habe eine Dampflok Baureihe 39 gekauft, wie sie bis Anfang der 1970er Jahre hier anzutreffen war“, berichtet er.

Der junge Wohnungsdekorateur

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Daniel Bruns wollte eigentlich ein Weihnachtsgeschenk für seinen Vater kaufen. „Meine Freundin und ich haben beschlossen unsere Wohnung zu dekorieren. Wir haben Häuser, eine Kirche und einen Bahnhof sowie Weihnachtsbäume gekauft. Damit es keine Geisterstadt wird braucht es noch Menschen. Für 50 Cent haben wir eine grüne Matte gekauft, die wir als Wiese auslegen auf einem vorhandenen Holzbrett auslegen, was wir draußen aufstellen könnten“, berichtet der 21-Jährige.

Die Nostalgiker

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Michael Lemmer und Ramona Klopfer stöbern gemeinsam an den über 60 Tischen der 42 Anbieter. Er hat gerade einen halboffenen Güterwagen gekauft. „Den haben wir schon. Er ist schön detailliert. Die Schiebetüren lassen sich öffnen. Er wird Zirkustiere aufnehmen“, erläutert Lemmer. „Mir gefällt das Kleine und dass Details punktgenau stimmen. Ich finde es schön und faszinierend. Ich sehe hier viele Sachen von früher“, ergänzt Klopfer.

Der Nachwuchs-Modellbauer

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„Mir macht am meisten Spaß, dass man recht kreativ sein kann. In die Häuser kann man oft Lichter einbauen“, erzählt Paul, der seit etwa einem Jahr das Hobby Modelleisenbahn betreibt. „Ich habe einen Lokschuppen gesucht und tatsächlich gefunden“, sagt der Achtjährige glücklich. Papa Uwe Leonhardt hat eine Diesellok gekauft. David hat auch eine Minigolfanlage aufgetrieben. „Es ist erstaunlich, dass es so etwas gibt“, fügt sein Vater an.