Schreckliche Bilanz eines Unfalls auf der Bundesstraße 33 bei Allensbach: Bei einem Zusammenprall ist nach Angaben der Feuerwehr Allensbach der Fahrer eines Servicefahrzeugs ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte bargen ihn aus seinem vollkommen zerstörten Auto.

Er war mit seinem VW-Kastenwagen aus ungeklärter Ursache auf der Fahrt in Richtung Konstanz bei der Abfahrt Allensbach-Mitte von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer eines entgegenkommenden ukrainischen Sattelschleppers konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Sein mit Papierrollen beladener Lastzug geriet ins Schleudern und kam im Graben auf der Seite zum Liegen. Ein unmittelbar nachfolgender Pkw wurde beim Überfahren von auf der Fahrbahn befindlichen Fahrzeugteilen ebenfalls beschädigt.  Erfahrene Feuerwehrleute sprachen von einem schrecklichen Anblick.

Bild: Jörg-Peter Rau
Bild: Jörg-Peter Rau

Der Lastwagenfahrer konnte sich aus den Trümmern seines Fahrzeugs selbst befreien, er erlitt mittelschwere Verletzungen. Der Sattelschlepper war in Richtung Radolfzell unterwegs. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Nacht hinein an. Ein Spezialunternehmen musste den Lastwagen mit einem Autokran zunächst entladen und dann aufrichten.

Bild: Feuerwehr Allensbach

Die Staatsanwaltschaft Konstanz beauftragte eine Gutachterin mit der Klärung des Unfallhergangs. Die B33 zwischen den Anschlussstellen Allensbach-Ost und -West war für mehrere Stunden für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Die Autofahrer mussten über Dettingen und den Bodanrück ausreichen. In Richtung Konstanz wurde der Verkehr gegen 20.15 Uhr freigegeben.

Bild: Jörg-Peter Rau
Bild: Jörg-Peter Rau

In Richtung Radolfzell war das betreffende Teilstück bis zum Abschluss der Fahrbahnreinigung noch länger nicht befahrbar. Eine örtliche Umleitung wurde durch die Straßenmeisterei eingerichtet. Die Feuerwehr errichtete zum Schutz des Unfallopfers vor Schaulustigen einen Sichtschutz mit Bauzäunen und Planen.

Über die Identität der beiden Fahrer wurde zunächst nichts bekannt, die Polizei wollte am Abend noch keine detaillierten Informationen herausgeben. Der Lastwagen hatte ein ukrainisches Nummernschild, vor Ort gab es Hinweise auf eine osteuropäische Herkunft des Fahrers. Das Servicefahrzeug gehörte zu einem Unternehmen mit Stammsitz in Heidenheim im Osten Baden-Württembergs.

Bild: Jörg-Peter Rau
Bild: Jörg-Peter Rau

Im Einsatz waren 37 Kräfte der Feuerwehr Allensbach unter der Leitung von Hans-Christoph Köhne, auch Kreisbrandmeister Carsten Sorg sowie Bürgermeister Stefan Friedrich waren vor Ort. Notfallseelsorger standen ebenfalls bereit. Wie Carsten Sorg sagte, bekommen auch die Feuerwehrleute nach den beklemmenden Eindrücken die Möglichkeit, ihre Erlebnisse mit geschulter Hilfe aufzuarbeiten.

Bild: Jörg-Peter Rau
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Die Fahrzeuge waren jeweils mit einer Person besetzt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. 

Bild: Jörg-Peter Rau
Bild: Feuerwehr Allensbach