Jeweils über 1000 Besucher am Freitag- und Samstagabend sowie etliche hundert Gäste am Sonntag aus Allensbach und der Region genossen die Musik und Speisen beim Seetorfescht der Vereine auf dem Rathausplatz. "Es war hervorragend – wie jedes Jahr", meinte der Allensbacher Markus Cronenberg. Zusammen mit Christian Kopp, Jonas Deggelmann, Sabrina Schmidt und Timo Seel war er an jedem Tag beim Fest. Ihnen gefiel die gute Stimmung bei den Konzerten von Jürgen Waidele und der Tom Alex Band, aber auch das gastronomische Angebot der Vereine. Cronenberg lobte zudem das einfache Pfandsystem, weil man Gläser an jedem Stand abgeben konnte.

Petra, Maximilian und Herman Aigner waren alle drei Tage beim Seetorfescht.
Petra, Maximilian und Herman Aigner waren alle drei Tage beim Seetorfescht. | Bild: Zoch, Thomas

Ebenfalls an allen drei Tagen gekommen waren Petra und Herman Aigner mit Sohn Maximilian. "Auf dem Fest trifft man viele Bekannte, und familiär ist es auch", meinte Petra Aigner. "Die Tom Alex Band war super", fand sie, zudem sei es am Samstagabend nicht so heiß gewesen wie am Freitag. Herman Aigner lobte das abwechslungsreiche Essen. Am besten fand er das neue Angebot des Narrenvereins: Weißweinschorle mit Eis und Zitrone im Halbeglas. Und er fand es gut, dass die Gemeinde für die Sicherheit nicht wie im Vorjahr große Container aufgestellt habe, sondern lediglich Betonpoller.

Viele kleine und große Zuschauer gab es beim Kinderballett des Narrenvereins Alet, das beim Seetorfescht erstmals auftrat. Es wurde eifrig fotografiert, und das Publikum spendete viel Applaus für diese Premiere.
Viele kleine und große Zuschauer gab es beim Kinderballett des Narrenvereins Alet, das beim Seetorfescht erstmals auftrat. Es wurde eifrig fotografiert, und das Publikum spendete viel Applaus für diese Premiere. | Bild: Zoch, Thomas

Auch am Sonntag, den die Vereine mit diversen Angeboten zum Familientag erklärt hatten, kamen tagsüber etliche hundert junge und ältere Besucher und feierten bei guter Laune – trotz Hitze. Viele schauten zu beim Alet-Kinderballett, dass erstmals beim Seetorfescht auftrat. Beim Basteln des Kinderschutzbunds machte unter anderem Benjamin Ismail mit seinen Kindern Amelie und Joshua mit. "Das Fest ist gut, alles in Ordnung", meinte der Papa. "Es ist für alle was dabei."

Einmal selbst im Feuerwehrauto sitzen

Sie hatten auch das Angebot der Feuerwehr genutzt, mal in das große Löschfahrzeug zu klettern – ebenso wie Matthias Kiechle mit den Kindern Heidi, Marlene und Anton. Spannend und cool sei das gewesen, erklären die Kinder. Der stellvertretende Kommandant Florian Bottlang freute sich seinerseits über reges Interesse. Und als Festbesucher hatte ihm an den Abenden zuvor die Stimmung gefallen. "Es ist einfach schön, es macht Spaß."

Und so sieht es aus, wenn das Alet-Kinderballett in Aktion ist. Fürs nächste Jahr wollen sich die Vereine noch weitere Angebote für Familien überlegen.
Und so sieht es aus, wenn das Alet-Kinderballett in Aktion ist. Fürs nächste Jahr wollen sich die Vereine noch weitere Angebote für Familien überlegen. | Bild: Zoch, Thomas

Eine positive Bilanz zogen die Mitorganisatoren Edwin Braun, Ludwig Egenhofer und Jann Wegner. "Es war ein fröhliches, lockeres Fest", so Braun. An den Abenden seien es etwas weniger Besucher gewesen als 2017, dafür sei die Atmosphäre angenehmer gewesen. Die Vereine seien zufrieden mit den Umsätzen. Und nur ein Anwohner habe sich wegen der Lautstärke beschwert.

Surfbrett statt Ruderboot, doch die Gaudi bleibt die gleiche

Wegen des niedrigen Wasserstands hatte der Musikverein beim Fischerstechen die Regeln geändert. Die Zweier-Teams traten nicht in Ruderbooten, sondern kniend auf Surfbrettern an. Und weil es Wellen gab und sich schlecht paddeln ließ, änderten die Teilnehmer selbst die Regeln und schoben die Bretter. Ein Spaß mit vielen Zuschauern war es so oder so. Es siegten Tobi Epp und Timo Büglmeier als Team Goldständer vor Sebastian Singler und Johannes Spießes (Schi-Schna-Schnapsi) sowie Nico Klar und Jonas Deggelmann (Wir waren mal hübsch), die den Kostümpreis gewannen.