Die neue Bühne im Allensbacher Seegarten ist so weit gediehen, dass ihre Größe nun gut erkennbar ist. Und es sind auch weiterhin Handwerker vor Ort beschäftigt. „Das Dach wird gerade hergestellt“, so Bürgermeister Stefan Friedrich. Die Eröffnung hat die Gemeinde bisher am 22. Mai geplant, doch angesichts der Ungewissheit, wie es in der Corona-Krise weitergeht, sei offen, ob dies stattfinden werde, so Friedrich: „Ich weiß nicht, ob es bei dem Termin bleibt.“

Selbst wenn sich die Lage bis dahin vielleicht normalisiert habe, müsse man überlegen, ob es sinnvoll sei, im Seegarten eine Massenveranstaltung abzuhalten. Kulturbüroleiterin Sabine Schürnbrand hatte jüngst erklärt, sie gehe aktuell davon aus, dass alle Kulturveranstaltungen bis zum 15. Juni verschoben oder abgesagt werden müssten.

Außenanlagen werden erst später fertig

Was bis Ende Mai wohl sicher nicht fertig sein wird, sind die Außenanlagen in diesem Areal. Der Auftrag dafür sollte eigentlich in der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben werden. Doch da die Sitzung ausgefallen ist, versuche die Verwaltung nun, die Vergabe im Umlaufverfahren zu machen, so der Bürgermeister. Das heiße, alle Ratsmitglieder müssten sich per Mail einverstanden erklären.

Der technische Ausschuss habe darüber noch beraten können. Wobei Friedrich anmerkt, dass bei einer Vergabe aufgrund der widrigen Umstände abzuwarten bleibe, wann die Firma tatsächlich mit den Arbeiten beginnen werde. Die angebotenen Kosten lägen jedenfalls im Rahmen dessen, was die Planer berechnet hätten, so Friedrich. Die Gesamtkosten dürften demnach zwischen 900 000 und einer Million Euro liegen.

Fertige Bühne soll weniger wuchtig wirken als die Baustelle

Derweil meinen manche Bürger, dass die Bühne schon ziemlich groß werde. Friedrich appelliert: „Wartet bitte ab. Weil es eine Baustelle ist, wirkt es wuchtig.“ Die Leute seien eben das frühere Provisorium gewohnt, das man nicht als Maßstab nehmen könne, meint der Bürgermeister. Natürlich sei die Grundfläche recht groß, aber es sollen auf der Bühne ja auch Musikkapellen Platz finden.

Die Höhe sei aus klanglichen Gründen an der Breite und Tiefe orientiert, aber nicht einmal so hoch, wie es ein Akustikbüro empfohlen habe. Und wenn keine Veranstaltungen sind, sei die Bühne ohne Wände. „Die ist nicht überdimensioniert“, so Friedrich. Er sei sicher, dass sie sich gut ins Areal einfügen werde. Und wenn dort die ersten Konzerte stattgefunden hätten, „dann wird die Bühne als Bühne wahrgenommen und nicht als große Baustelle“.