Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller und Schäden unterschiedlicher Art gab es in den vergangenen Jahren immer wieder durch Unwetter und Starkregen in Ortschaften. Nun weist Martin Kreutz, der Gemeindeförster von Allensbach und Reichenau, darauf hin, dass die steigende Zahl solcher heftiger Wetterereignisse auch auf Waldwegen vermehrt für Schäden sorgen, die gefährlich werden können.

So habe ein Starkregen im Juni auf jeweils drei Wegen der beiden Gemarkungen zur Bildung von Gräben gesorgt: Im Gewann Schlafbach bei Markelfingen, was zum Reichenauer Wald gehört, sowie im Allensbacher Adelheiden und nahe Hegne. Betroffen seien Wege mit Gefälle, so Kreutz: "Das Problem ist, wenn es extrem viel Wasser innerhalb kurzer Zeit gibt, dass dieses Material mitnimmt und Gräben bildet."

Die feine, obere Verschleißschicht der Wege werde teils weggeschwemmt und die aus groben Steinen bestehende Tragschicht komme zum Vorschein. Gerade für abwärts fahrende Radler in höherem Tempo könne dies gefährlich werden, meint der Förster. Durch die generell gestiegene Freizeitnutzung von Waldwegen bestehet umso mehr die Notwendigkeit, die Wege wieder auszubessern. Stabiler befestigen könne man diese allerdings nicht.

Das Ausbessern koste zunehmend Geld, so Kreutz. Denn die Schäden, die es früher durch normale Niederschläge natürlich auch gegeben habe, hätten er und seine Waldarbeiter von Hand beheben können. Durch die heftigen Starkregen und die verursachten Gräben brauche es nun immer wieder Baggereinsätze mit einem Gräder-Gerät. Und so etwas koste zwischen 1500 und 2000 Euro. Das müsse er künftig in seinem Wirtschaftsplan berücksichtigen.

Der Reichenauer Bürgermeister Wolfgang Zoll meint auch: "Das ist ein Kostenfaktor, mit dem wir rechnen müssen." Dies betreffe das Entwässerungssystem allgemein. "Man merkt, dass die so genannten 100-jährigen-Ereignisse öfter kommen. Hier wird ein weltweites Phänomen in einem kleinen Bereich sichtbar."