Allensbach Neue Brücken, Tunnel und Umleitungen: Das ist der aktuelle Stand beim Ausbau der B33

Der Ausbau der B33 bei Allensbach schreitet sichtbar voran. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand und wie die Baurbeiten jetzt weitergehen.

Nun geht der B33-Ausbau auch im Westen von Allensbach immer sichtbarer voran. Seit August laufen Erd- und Straßenbauarbeiten im gerodeten Waldstück beim bisherigen Ausbauende, berichtete Projektleiter Daniel Schrodin von der Neubauleitung Singen im Allensbacher Gemeinderat. Leitungsarbeiten seien weitgehend abgeschlossen.

Ein Regenklärbecken sei im vergangenen Jahr gebaut worden, ebenso der Durchlass für einen Wirtschaftsweg, der noch wie eine Brücke aussieht, weil die B33 hier künftig höher liegen wird als bisher. Dieses von den Planern Abschnitt A genannte Stück zwischen Markelfingen und Allensbach solle Anfang 2019 fertig sein. Dann werde der Verkehr auf die neuen Fahrspuren umgelegt.

Geplante Umleitungen

Bereits Anfang 2018 müssen die Verkehrsteilnehmer allerdings wieder mit einer größeren Umleitung rechnen. Am Wochenende vom 26. bis 29. Januar werde die B33 wieder vom Knoten Mitte bis Allensbach West komplett gesperrt, kündigte Schrodin an. Dann werde im Westen von Allensbach die Nägelriedbrücke abgerissen. Die Umleitung werde dann wie beim Abriss der Holzgassenbrücke aus Richtung Singen durch Allensbach geführt, aus Richtung Konstanz über den Bodanrück. Das habe früher funktioniert, meinte Schrodin.

Neue Brücken

Neu gebaut werde dann bis Oktober 2018 eine längere Hängebrücke, die die künftig vierspurige Bundesstraße überspannt. Die Konstruktion orientiere sich am architektonischen Gestaltungskonzept, das einen Bezug zum Wasser habe; die Hängevorrichtung solle wie zwei Segelboote wirken, sagte er.

Die Nägelriedbrücke ist bereits Teil des Abschnitts B beim B33-Ausbau, der bis zum Knoten Mitte reicht. Auch hier seien schon Durchlässe unter der Straße und neben die Holzgassenbrücke gebaut worden, so Schrodin. Mitte 2018 solle der Straßenbau losgehen und bis Ende 2020 fertig sein.

Neuer Lärmschutzwall

Parallel dazu werden ab 2019 Erdmassen, die beim Tunnelbau bei der Reichenauer Waldsiedlung anfallen, für einen Lärmschutzwall verwendet. Und auch für den Röhrenbergtunnel im Westen von Allensbach sei „die Straßenplanung im Gange“, so Schrodin. Bereits ab Januar werde es Rodungen geben. Und 2018 seien auch schon Bautätigkeiten für eine Umleitungsstrecke in der Bauphase vorgesehen. Diese werde nördlich der B33 verlaufen, während der Tunnel ab 2022 in beide Richtungen aufgegraben werde.

Tunnel bei Hegne

Zur Überraschung mancher Gemeinderäte kündigte Schrodin an, dass auch mit dem Tunnel bei Hegne zeitgleich 2022 begonnen werden soll. Die Planung hierfür sei in den Jahren 2019/2020 vorgesehen. Wenn beide Tunnel gleichzeitig gebaut werden könnten, könne auch der B33-Ausbau 2027 komplett abgeschlossen werden.

Das Problem mit der Erde

Ein noch ungelöstes Problem ist die Zwischenlagerung der gewaltigen Erdmassen, die bei den Tunnelbauten anfallen. Allein beim Röhrenbergtunnel seien es rund 500.000 Kubikmeter, so Schrodin, wovon drei Fünftel dann später wieder verbaut werden sollen. Es sei ein erster Gedanke, diesen Aushub auf Gemeindegrundstücken zu lagern, doch: „Das ist noch nicht in Stein gemeißelt.“

Der Kindlebildknoten

Der Kindlebildknoten ist fast fertig. Der neue Parkplatz wird derzeit noch gebaut, Lärmschutz soll laut Neubauleitung noch folgen. Die zweite Brücke über die Bahnlinie zwischen Kindlebild und Waldsiedlung sei zu 90 Prozent fertig, so Projektleiter Daniel Schrodin von der Neubauleitung Singen. Danach werde die alte Brücke saniert. Die Bauarbeiten für den Straßenabschnitt dazwischen laufen bereits und sollen bis Ende 2018 abgeschlossen werden. Dann soll bei der Waldsiedlung der Bau des Tunnels beginnen, der bis Ende 2022 fertig sein soll.

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