Autofahrer müssen auf der Strecke zwischen Konstanz und Singen demnächst wieder teils längere Umwege in Kauf nehmen. Die Bundesstraße 33 muss wegen Baumaßnahmen bei Allensbach vom dortigen Knoten Mitte bis zum Anschluss im Westen drei Nächte lang komplett gesperrt werden. Darauf weist noch einmal Daniel Schrodin hin, der bei der Neubauleitung Singen der Projektleiter für den B 33-Ausbau ist. Die Vollsperrung ist angesetzt von Montag, 15. Mai, bis Donnerstag, 18. Mai, und gilt jeweils nur in den Nachtstunden von 22 bis 5 Uhr. Tagsüber ist die Bundesstraße indessen ganz normal befahrbar.

Der Grund für die nächtliche Sperrung ist nach Angaben des Projektleiters, dass bei der Holzgasse im Westen von Allensbach ein Traggerüst für den Bau einer neuen Brücke errichtet werden muss. Weil dabei große Stahlträger verbaut werden, sei die Sperrung aus Sicherheitsgründen nötig. Das Traggerüst bei laufendem Verkehr einzubauen, sei einfach zu gefährlich, sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Arbeiter im Straßenbau.

Für den Abriss der alten Brücke war im vergangenen November die Bundesstraße 33 sogar ein Wochenende lang rund um die Uhr gesperrt worden. Die Umleitungen werden bei der nun anstehenden nächtlichen Sperrung genauso ausgeschildert wie damals. Der Verkehr aus Richtung Radolfzell soll durch Allensbach rollen. Wer von Konstanz in Richtung Singen unterwegs ist, soll dagegen über den Bodanrück – über Dettingen und Langenrain – fahren. Anlieger, die nach Allensbach wollen, können aber natürlich wie immer über den Anschluss im Osten oder den Knoten Mitte von der B 33 ab- und in den Ort fahren.

Eine weitere nächtliche Vollsperrung im selben Bereich und mit entsprechenden Umleitungen kündigt Projektleiter Schrodin für den 17. bis 20. Juli an. Dann soll das neue Brückenbauwerk soweit fertig sein, dass das Traggerüst wieder abgebaut werden könne. Und das ganze Prozedere wiederholt sich dann, wenn im Westen von Allensbach auch noch die Nägelriedbrücke abgerissen wird. Dies soll Anfang 2018 passieren, so Schrodin, verbunden wieder mit einer Vollsperrung der B 33 an einem Wochenende (Tag und Nacht) und später für den Auf- und Abbau eines Traggerüsts jeweils für drei Nächte.

Wer im Westen von Allensbach wohnt oder dort zu tun hat und in Richtung Radolfzell oder Singen will, der muss ab sofort und voraussichtlich bis Ende 2018 erstmal in Richtung Osten innerhalb des Orts fahren, um dann über den Knoten Mitte auf die B 33 zu gelangen. Denn der Anschluss im Westen von Allensbach an die Bundesstraße nach Radolfzell und weiter Richtung Autobahn 81 ist seit einigen Tagen gesperrt. Die bisherige Auffahrt liege genau in dem Bereich, wo nun neue Fahrbahnen und anderes gebaut werde, begründet Daniel Schrodin von der Neubauleitung diese Maßnahme.

Für die Zeit der nächtlichen Vollsperrung im Westen von Allensbach vom 15. bis 18. Mai bedeutet dies, dass Autofahrer, die von Allensbach in Richtung Radolfzell wollen, über Kaltbrunn und Markelfingen auf der Kreisstraße fahren müssen.

Zum Projekt

Das Langzeitprojekt Ausbau der B 33 kommt sichtbar voran. Nach einer Berechnung vom März 2017 sind die Ausbaukosten für den Abschnitt zwischen Flugplatz Konstanz und Allensbach West mit 244 Millionen Euro veranschlagt. Wie schwierig exakte finanzielle Voraussagen sind, zeigt ein Blick zurück: Gegenüber Prognosen aus dem Jahr 2007 sind die Kosten bis heute um 100 Millionen Euro gestiegen. Vor zehn Jahren war der B 33-Ausbau auf der elf Kilometer langen Strecke mit 139 Millionen Euro veranschlagt. Damals war gerade die Planfeststellung für das Projekt abgeschlossen. (toz)