Allensbach ist klein genug, um davon auszugehen: Nicht täglich taucht jemand persönlich im Rathaus auf, um über einen Unfall berichten, bei dem sich ein kleiner Junge eine komplizierte Verletzung zuzog.

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Mikas Tante hätte genau das gerne getan. Auch weil sie – wie zwischen den Zeilen deutlich wird – nicht möchte, dass ihrem eigenen Sohn oder Allensbacher Kindergartenkindern, die regelmäßig den Spielplatz an der Lände besuchen, ähnlich Schlimmes widerfährt.

Im Mai reagierte das Rathaus erst mit Verzögerung auf Bürgerkritik

Dass Sie weder für Bürgermeister Stefan Friedrich noch für Hauptamtsleiter Stefan Weiss sofort zu sprechen ist, kann angesichts voller Terminkalender passieren. Die Kommunikation aus dem Rathaus irritiert jedoch – und das nicht zum ersten Mal. Im Mai 2019 musste erst ein Protest auf dem Rathausplatz her, um Gesprächsbereitschaft zu erzeugen. Damals wurden zwei FSJlern der Grundschule gekündigt, weil sie sich geweigert hatten, einen Gemeindeblatt-Nachdruck zu verteilen.

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Diesmal führt Bürgermeister Friedrich einerseits an, wegen des eingeschalteten Anwalts aus juristischen Gründen nicht reagieren zu können. Andererseits will er nun doch auf Mikas Tante zugehen, um ihr persönlich sein Bedauern über den Unfall zu übermitteln. Da stellt sich die Frage: Was denn nun?

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